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Jazzkantine köchelte in Hell´s Kitchen

Tour der Braunschweiger Musiker durch 18 Städte endete am Freitagabend im Kleinen Haus

Von Sebastian Walther

Braunschweig. Zu Hause schmeckt es eben am besten. Nach ausgedehnter Tour durch die Republik und angrenzende Nachbarstaaten köchelte die Jazzkantine am Freitagabend zum vorerst letzten Mal in ihrer Hell´s Kitchen.

Einen Jazz-Award und die Erkenntnis, „dass die Zeiten für Live-Musik schwieriger geworden sind“, haben Matthias Lanzer und Kollegen aus den 18 Städten mitgebracht. Immerhin, mehr als 30 000 ihrer Platten haben sie verkauft, und nicht nur für den Braunschweiger Gig waren alle Karten vorab vergriffen. Dicht gedrängt standen alte und neue Fans vor der Bühne im Kleinen Haus. Kurz begrüßte Sänger Cappuccino „meine Lieblingsstadt“, da erklangen bereits die ersten Töne von „Iron Horse“. Der Rock-Klassiker stammt im Original von Motorhead, der Lieblingsband von Jazzkantine-Mitbegründer Christian Eitner. Mit rauchiger Stimme und jazzigem Sound haben ihn die Braunschweiger interpretiert. Genauso haben sie es mit elf weiteren Größen der Musikgeschichte gemacht, „Hell´s Bells“, „Jump“ oder „Highway to Hell“ finden sich wie auch Gastsänger Xavier Naidoo oder Tom Gaebel auf „Hell´s Kitchen“. „Wir haben heute aber auch einige Klassiker mitgebracht“, warnte Cappuccino die Menge schon mal vor, um kurz darauf mit Rapper Tachi in Erinnerungen zu schwelgen. Immer wieder ließ die Jazzkantine zwischen den neuen Songs die alten Zeiten aufleben, in denen sie Jazztöne mit deutschem Hip Hop zu einem auch kommerziell erfolgreichen Gemisch verpackt haben. Dazwischen jedoch gönnten sich die Mitglieder auch mal minutenlange Zwischenspiele, die die Geduld des Publikums sichtlich auf die Probe stellten. Weil viele Köche nicht zwangsläufig den Brei verderben, gab auch Gastsänger Louie – wie alle Musiker im schwarzen Anzug – ein umjubeltes Gastspiel und rang den Braunschweigern selbst beim doch eher bedächtigen „Jump“ hüpfende Begeisterungsbekundungen ab. „Braunschweig, seid ihr alle korrekt?“, wollte Ölper-Zwölf-Points-Gaststar Puff Baba folgerichtig wissen und stimmte das gut gelaunte Publikum und die sichtlich spielfreudigen Band-Mitglieder auf einen noch lange nicht endenden Abend in der Heimat ein.
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