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„Ist es nicht fantastisch?“

Katie Melua verzaubert Besucher in Braunschweig – warum auch immer

. Von André Pause, 07.04.2011

Braunschweig. „Schönen Dank, dass Sie die Karten behalten haben und gekommen sind“, bedankt sich Katie Melua zwischen zwei Songs. Im Oktober vergangenen Jahres hatte die Sängerin aufgrund von Erschöpfungszuständen Auftritte absagen müssen – unter anderem jenen in Braunschweig.

Am Dienstagabend steht sie nun auf der Bühne der bestuhlten VW-Halle. Anderthalb Stunden plus drei Zugaben lang. Die große Show ist ihre Sache nicht. Sie singt, meist spielt sie Akustikgitarre dazu, einmal setzt sie sich ans Piano. Die Musik bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Folk, Pop, vor allem aber Jazz und Blues. Handwerklich scheint alles Tiptop, das Zusammenspiel mit der Band funktioniert tadellos. Allzu oft allerdings ist Professionalität allein recht unspannend und langweilig. Da helfen auch die Videos auf der riesigen Leinwand über den Köpfen der Musiker – Schlagzeug, Bass, Gitarre und Piano – wenig. Melua immerhin wirkt natürlich, britisches Understatement inklusive. Das macht die Britin mit georgischen Wurzeln durchaus sympathisch. „Ist es nicht fantastisch?“, fragt sie rhetorisch im Anschluss an Solis ihres Gitarristen und ihres Pianisten, nur um hinterherzuschieben, wie froh sie sei, unter anderem gerade diese beiden Musiker in der Band zu haben. Bei anderen Musikern wäre man skeptisch, ihr nimmt man solche Aussagen ab, warum auch immer.
Fazit: Das beinahe zeitgleich stattfindende Championsleague-Spiel zwischen Schalke 04 und Inter Mailand bot mit Sicherheit die spannenderen, vor allem aber länger im Gedächtnis verbleibenden 90 Minuten. Das Publikum in der VW-Halle hat die attraktive 26-Jährige jedoch trotz eines etwas dahinplätschernden Abends verzaubert. Bei einigen Nummern klatscht es im Takt mit, bei anderen gibt es Szenenapplaus.
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