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„Ich muss auch schreien dürfen“

Soulman Flo Mega gastiert am Donnerstag (12. April) mit The Ruffcats in der Meier Music Hall.

Braunschweig, 08.04.2012.

Flo Mega ist nicht nur Musiker. Er ist auch Entertainer und Performer, der sein Publikum gerne mal um die Finger wickelt. Am Donnerstag (12. April) tritt er um 20 Uhr mit The Ruffcats in der Meier Music Hall auf. nB-Mitarbeiter Falk-Martin Drescher sprach vorab mit dem Bremer.

?Flo, deine musikalischen Ursprünge liegen im Hip-Hop. Wie bist du zum Soul gekommen?

! Ich war in den 90er Jahren Teil der Bremer Hip-Hop-Szene. Da herrschte eine echte Mitmachkultur und vieles drehte sich um Integration. Im Hip-Hop werden schon immer Soul- und Funk-Samples benutzt. Der Rest hat sich entwickelt. Ich bin kein Soul-Schmusesänger: Ich „shoute“, habe das schon immer getan – auch im Rap. Tiefe Gefühle lassen sich nicht nur mit Worten ausdrücken, da muss ich weinen und schreien dürfen. Das ist Soul.

? Wie hat sich die Zusammenarbeit mit den Ruffcats ergeben?

! Die Ruffcats haben irgendwann 2005 meine englischen Soultunes gehört. Ich habe sie dann nach Bremen eingeladen, wir haben unsere ersten Sessions gespielt und angefangen zu produzieren. Es hat gepasst, sie haben meine Musik verstanden und seit 2007 arbeite ich mit ihnen.

? Beim Bundesvision Song Contest im vergangenen Jahr landetest du auf dem zweiten Platz. Wie erklärst du dir diesen Erfolg?

! Ich kam damals quasi aus dem „Nichts“. Vielleicht wollen die Leute keinen weichgespülten Instant mehr? Vielleicht wollten sie damals einfach mal für sich selbst entscheiden und haben nicht „die großen Namen“ gewählt? Offensichtlich habe ich mit meiner Art und meiner Musik überzeugt. Nach all der Arbeit hinterlässt das ein gutes Gefühl, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und motiviert. Der Zug rollt.

? Denkst du, der Contest fungiert mitunter auch als eine Art Sprungbrett für einige Musiker?

! Ja, zumindest kann es einiges erleichtern. Ich habe mir dadurch bestimmt zwei Jahre Touren gespart.

? Dein aktuelles Album heißt „Die wirklich wahren Dinge“. Was sind sie, diese Dinge?

! Alles ist alles, nichts ist nichts. Jeder muss das für sich selbst entscheiden.

? Wieso hast du dir Sebó & Flimmerfrühstück als Support für deine Tour ausgewählt?

! Sebó ist mein Bruder, und es tut gut, auch mal zusammen unterwegs zu sein. Flimmerfrühstück kenne ich vom Bundesvision Song Contest. Wir haben uns direkt verstanden.
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