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Historische Stätten des Genusses

Zehn Stationen präsentieren sich zum „Tag des offenen Denkmals“ am 13. September

Von Jens Radulovic

Braunschweig. Am kommenden Sonntag (13. September) ist der „Tag des offenen Denkmals“. Braunschweig beteiligt sich zum vierzehnten Mal an der bundesweiten Aktion.

Dieses Jahr laden unter dem Motto „Historische Stätten des Genusses“ zehn Stationen auf ganz unterschiedliche Weise die Besucher dazu ein, die Geschichte der Löwenstadt zu erforschen. „Wir wollen alle Sinne ansprechen: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken“, sagt Stadtheimatpfleger Manfred Gruner. Der Rundgang zu historischen Gaststätten in der Altstadt erfüllt diese Vorgaben.
Auch das Badevergnügen hat in Braunschweig Tradition, wie Teilnehmer am Rundgang „Historische Badeanstalten“ zu den ehemaligen Flussbadeanstalten erfahren können.
Kein Ort des Genusses war dagegen die St.-Leonhard-Kapelle. Sie wurde in der Nachbarschaft zum Leprosenhospital erbaut und diente der Seelsorge der an hochinfektiösen Krankheiten leidenden Bürger.
Das Turmfest der St.-Petri-Kirche bietet Besuchern von Vorträgen zu Rogensteinen und Musikdarbietungen bis zu Aktionen für Kinder und kulinarischen Angeboten ein breit gefächertes Programm.
Orgelfreunde können sich die Orgel in St. Katharinen von Organist Wolfgang Bretschneider vorführen und erklären lassen.
Eine einmalige Aktion zum „Tag des offenen Denkmals“ ist die dreidimensionale Filmvorführung über die Traditionsinseln im Medienraum des Altstadtrathauses. Ein anschließendes Quiz richtet sich insbesondere an Kinder und Familien. Ebenfalls nur an diesem Tag zu besichtigen ist die „Luft-Licht-Hütte“ des Begründers der „Jungborn“-Bewegung, Adolf Just. Sie ist Station einer Radtour zu historischen Stätten und Naturdenkmälern in Lehndorf und im Kanzlerfeld.
1859 gründeten sich in Braunschweig die „Kleiderseller“, um für ein geplantes Heimatmuseum in der Region Exponate zu sammeln. Zu ihrem 150-jährigen Bestehen präsentiert die Vereinigung in einer Ausstellung im Raabe-Haus Zeugnisse aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart.
Ortsheimatpfleger Manfred Reese führt durch den ursprünglich als Teil der Landwehr erbauten „Gliesmaroder Thurm“.
Der „Gliesmaroder Thurm“ ist auch Startpunkt der vom „Braunschweiger Forum“ organisierten etwa sechsstündigen Fahrradtour entlang der Landwehrtürme, die einst Zollstationen auf dem Weg in die Stadt waren und heute meist Gastronomie beherbergen. Die Tour ist, wie alle anderen Stationen auch, kostenlos.
Auch in der Umgebung gibt es an diesem Tag einiges zu entdecken: So präsentiert sich zum Beispiel das Rittergut Lucklum im Landkreis Wolfenbüttel nach fünfmonatiger Bauzeit den Besuchern mit einer Reitschule und einem Gutsmarkt erstmals der Öffentlichkeit.

Service

Ein Programmheft mit den Startzeiten und Treffpunkten der verschiedenen Aktionen zum „Tag des offenen Denkmals“ liegt an vielen Orten in der Stadt aus. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.
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