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Gigantischer und emotionaler

8000 Besucher feierten gestern das 20. Internationale Battle of the Year in der VW-Halle

Von Martina Jurk

Braunschweig. Das Internationale Battle of the Year ist auf seinem Höhepunkt angekommen. Die Stimmung unter den 8000 Besuchern und 200 Tänzern in der VW-Halle war beim gestrigen Finale eine ganz besondere, einmalige.

20 Jahre Battle of the Year haben Spuren hinterlassen, sowohl bei den Aktiven als auch bei den Organisatoren. Viele Emotionen kochten gestern hoch, Geschichte durchzog den ganzen Abend. „Die Stimmung ist überwältigend. Ich bekomme eine Gänsehaut“, gab Pressesprecher Mario Roth zu. Was einst mit 400 Zuschauern begann, habe heute gigantische Dimensionen erreicht. Tausende Hände gingen nach oben, als die beiden Moderatoren Spax und Trix – in diesem Jahr zum zwölften Mal gemeinsam auf der Battle-Bühne – die DJs vorstellten und dem Publikum einheizten. Der gestrige Finalabend setzte einen beeindruckenden Schlusspunkt unter eine ereignisreiche Jubiläumswoche. Erstmals in der Battle-of-the-Year-Geschichte fand ein Tanztheaterabend (der übrigens ausverkauft war) statt. Jungen Tänzern wurde damit eine Perspektive über die Grenzen des Hip Hop hinaus aufgezeigt, Breakdance auf die Theaterbühnen zu bringen und damit die Akzeptanz in Kunst und Kultur zu stärken. Längst haben Macher und Aktive unter Beweis gestellt, wie Völkerverständigung und Jugendaustausch mit Mitteln der Musik und des Tanzes funktionieren. Von der Stadt mitorganisiert wurde auch in diesem Jahr wieder die Hip Hop Community – Workshops geleitet von internationalen Referenten. Eine Ausstellung und ein internationaler Eins-gegen-Eins-Tanzwettbewerb komplettierten das Rahmenprogramm.
Beim 20. Battle of the Year ging es natürlich nicht ohne Historie ab. Zu Beginn des Wettstreits gingen alle Lichter in der VW-Halle aus, Feuerzeuge flammten auf: Erinnerung an DJ James Leacy aus England, der 2004 tödlich verunglückt ist. Boty-Pressesprecher Mario Roth kann sich noch genau an diesen Tag erinnern. „Wir hatten damals in Erwägung gezogen, die Veranstaltung abzusagen.“ Sie fand statt, im Sinne von James Leacy.
18 Gruppen aus der ganzen Welt haben sich bei nationalen Battles für Braunschweig qualifiziert. Deutschland wurde vertreten von Funk Fellaz (Ergebnis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest). „Die ganze Welt ist hier. Einmal im Jahr sind die Besten der Besten versammelt“, sprudelte die Begeisterung aus Albi Gika heraus. Der Breakdancer ist Mitglied der TNT-Crew aus Oberhausen. „Leider haben wir uns in diesem Jahr nicht qualifiziert“, bedauerte der 22-Jährige.
Für die spektakulären und atemberaubenden Choreographien der Gruppen gibt es nur ein Fazit: „Hammer“.
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