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Gewaltig: 800 Stimmen zur Ehre Gottes

Letzte Proben: Am Sonntag führen Chöre aus sechs Ländern und das Staatsorchester „Die Schöpfung“ von Haydn auf. Foto: oh

Chöre aus sechs Nationen und Solisten singen am Sonntag „Die Schöpfung“ von Haydn.

Von Birgit Wiefel, 09.09.2017.

Braunschweig. In der riesigen VW-Halle ist kein Mucks zu hören, fast 800 Sänger sind voll konzentriert. „Wir singen jetzt das Oratorium einmal durch“, kommt die Ansage von Orchesterleiter Claus-Eduard Hecker auf Deutsch und auf Englisch.

Letzte Probe vor dem großen Moment: Am Sonntag (10. September), 17 Uhr, führt der Chor zusammen mit vier Solisten und dem Staatsorchester das Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn auf. Ein gigantisches Projekt zum Reformationsjubiläum. Und ein Projekt, das viel Mut erforderte, denn die Chorsänger stammen aus sechs Nationen, haben monatelang nur getrennt voneinander in ihren Heimatländern geprobt. „Eine Arbeit von drei Jahren“, erzählt Hecker von den Mühen im Vorfeld.
Warum dieser Aufwand? „Der Chor sollte die Wirkung der Reformation in der ganzen Welt widerspiegeln“, erklärt Dr. Christoph Meyns, Bischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche, die auch Veranstalter ist.

Und so bringen 21 Chöre aus dem Gebiet der Landeskirche und sieben Chöre aus Tschechien, Japan, England, Indien und Namibia die Urgewalt der „Schöpfung“ auf die Bühne, die 1799 in Wien uraufgeführt wurde.

Einzige Vorbedingung für die Teilnehmer war, dass diese keine Probleme hatten, auf Deutsch zu singen. „’Die Schöpfung‘ hat nicht nur schwere, sondern auch leichte Partien, die sich relativ schnell einüben lassen“, so Hecker. Dennoch fiel das Einstudieren nicht allen gleich leicht. „In Afrika ist man nicht gewohnt, polyphon, also mehrstimmig, zu singen“, erklärt der Orchesterleiter. Ganz anders in Japan: Dort sind die deutschen Komponisten gut bekannt. „Die Japaner sind ganz vernarrt in Bach und Beethoven“, berichtet Yoko Nagashima vom Heinrich-Schütz-Chor aus Tokio lächelnd bei der Probe.
Die Zuhörer erwarte ein musikalisches Erlebnis mit Gänsehaut-Potenzial, denn Haydn fängt mit der „Schöpfung“, die ein riesiger Erfolg wurde, auf grandiose Weise, die Urgewalten der Genesis ein. Karten sind noch an der Veranstaltungskasse erhältlich.
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