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„Geht den ganzen Weg mal mit“

Dompredigerin Cornelia Götz (rechts) und Dompfarrerin Katja Witte-Knoblauch (hier ein Archivfoto vom Auftritt der Domsingschule im Sommer) laden die Menschen an Ostern zu einem „Rundum-Paket“ in den Dom ein. Foto: Thomas Ammerpohl

Dompredigerin und Dompfarrerin laden ein, das komplette Osterprogramm im Dom zu erleben.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 23.03.2016.

Braunschweig. Verabschieden, Verzweifeln, Verstummen, Auferstehen, Aufatmen – hinter jedem Begriff steht eine Osteraktion im Dom. „Liebe Leute traut euch doch mal, den ganzen Weg mitzugehen“, appelliert Dompredigerin Cornelia Götz an die Braunschweiger, sich in diesem Jahr für das komplette Osterprogramm im Dom zu entscheiden. „Nicht nur bestimmte Eier aus dem Nest picken“, lädt sie zum Mitmachen ein, „es geht um mehr, als um Frühlingsgefühle, es geht um die Kernerfahrung des Lebens.“

„Verabschieden“ heißt es am Donnerstag (24. März) ab 20 Uhr beim Tischabendmahl. „Wir werden um den Taufstein herum sitzen und wirklich essen“, spricht Götz über das Programm. Zwölf Kerzen werden brennen, für jeden Jünger eine. „Und dann werden wir erleben, wie es damals war – und wie es heute auch ist: Wir alle haben Gründe, davonzurennen , sich wegzudrücken.“ Für jeden, der sich in Gedanken aus dem Kreis verabschiede, werde eine Kerze gelöscht. „Zum Schluss wird es völlig dunkel sein, bis auf die Osterkerze“, erklärt Götz, „sie steht für Jesus, der bleibt.“

Der Karfreitag steht im Zeichen der „Verzweiflung“. Um 10 Uhr beginnt der Karfreitagsgottesdienst, um 17 Uhr wird das Passionsoratorium von Carl Heinrich Graun aufgeführt. „Seit ihrer Berliner Uraufführung 1755 zählte Carl Heinrich Grauns empfindsame Passionskantate ‘Der Tod Jesu’ lange Zeit zu den meistaufgeführten Werken dieses Genres“, wirbt die Dompredigerin.
‘Verstummen’ steht über dem Samstag. „Jesus ist gegangen, es ist leer, es passiert erst mal nichts“, beschreibt Götz die Stimmung dieses Tages.
Dann kommt Ostern – „Auferstehen“. „Ab 23 Uhr feiern wir die Osternacht im Dom, aus der Tiefe der Krypta wird das Licht nach oben getragen, langsam erhellt es den dunklen Dom“, beschreibt Götz eine besondere Atmosphäre, „wir atmen auf, die Versteinerung wird gelöst.“ In dieser feierlichen Umgebung wird auch ein elfjähriges Mädchen getauft, dass sich diese besondere Nacht ausgesucht hat.

Am Montag dann „Aufatmen“ – ab 11 Uhr wird der Familiengottesdienst unterm Blumenkreuz gefeiert.
„Das Programm-Plakat zeigt schon bildhaft, wo es langgeht“, erklärt die Dompredigerin, „von Dunkelgrün bis Hellgrün, vom Dunkel zum Licht.“
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