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Frisches Zwölf-Gänge-Menü

Jazzkantine mit neuem Album „Hells Kitchen“ – Präsentation am 21. November im Kleinen Haus

Von Sebastian Walther

Braunschweig. Es ist angerichtet. Die Jazzkantine hat am Freitag nach fünf Jahren ein neues Album veröffentlicht. „Hells Kitchen“ bietet Interpretationen bekannter Rock- und Heavy Metal-Klassiker, fein abgeschmeckt mit Elementen aus Funk und Jazz.

Im November gehen die Chefköche auf Tour. Abschluss ist der Auftritt am 21. November in Braunschweig. Ein Zwölf-Gänge-Menü haben sie aufgetischt, die unzähligen Musiker der Region. Einem Dutzend bekannter Gitarren-Tracks aus den 70er und 80er Jahren wurde mit Orchester und Gastsängern ein neues musikalisches Gewand verpasst.
Im 15. Jahr ihres Bestehens wollte sich die Band neu erfinden, sagt Mitbegründer Matthias Lanzer: „Wir hatten das Gefühl, das Ende der Fahnenstange ist erreicht. Es sollte etwas Neues her, schließlich werden wir alle älter und die Band sollte sich weiterentwickeln.“
Dafür musste gar das bisherige Stilelement, die Vermischung von Rap und Jazz, weichen. Damit platzierten sich die Braunschweiger bereits mit ihrem Debütalbum „Jazzkantine“ in den Charts, zwei Jahre später erhielten sie gar den Echo. Such a Surge, Smudo von den Fantastischen Vier, Xavier Naidoo oder Götz Alsmann beteiligten sich an einzelnen Tracks und auch erfolgreiche Theaterstücke wie „Braunschweich, Braunschweich“ oder „Ölper 12 Points“ gingen aus dem Projekt hervor.
Nun also wieder ein Album. „Vollkommen unbeschwert“ sei die Band an das Vorhaben herangegangen. Und „es ist eine freche, dreiste Geschichte geworden“, sagt Lanzer. „Das macht Spaß.“
Das zeigt bereits die erste Auskopplung. „Highway to Hell“ wurde in Zusammenarbeit mit Swing-Sänger Tom Gaebel neues Leben eingehaucht. Der 30 Jahre alte Klassiker jazzt plötzlich, wenn ihm die Braunschweiger mit Saxophon zu Leibe rücken und Stimmwunder Gaebel als Entertainer brilliert.
Jazzkantine-Chef Christian Eitner ist erklärter Fan der australischen Combo AC/DC, die daher die Vorlage für zwei weitere Tracks liefert. Mit Xavier Naidoo und Max Mutzke sind überdies bekannte Sangesgäste beteiligt und mit Kantinen-Dauerbegleiter Cappuccino und Silent Radio-Frontman Louie reihen sich zwei Löwenstädter in die illustre Runde ein.
Die großen Welterfolge sind nicht immer beim ersten Hinhören zu erkennen. Durchaus gewollt, wie Lanzer erklärt: „Die Songs sollten elegant in unserem Stil verbogen werden, das macht den Reiz aus.“ Bestes Beispiel hierfür ist „Smoke on the water“ von Deep Purple, das als vollkommen akustische Version daher kommt. Gelingen konnte dies jedoch häufig nur auf Kosten der Dynamik der Stücke. Bühnenfeger wie „Jump“ oder „Walk this way“ werden so eher zu verspielten Orchesterstücken.
Trotzdem: Musikalisch kann „Hells Kitchen“ in voller Bandbreite überzeugen. Mit viel Liebe zum Detail wurde das Album in drei Tagen Studiozeit eingespielt. Nicht unberechtigt macht sich vorsichtiger Optimismus im Lager der Jazzkantine breit: „Zurzeit flattern täglich sehr gute bundesweite Besprechungen ins Haus und erste Tendenzen bei großen Downloadshops sowie CD-Händlern lassen Gutes erahnen“, sagt Matthias Lanzer.
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