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Flaxen, Tanzen und ins Publikum

Erstes N-Joy-Kneipenkonzert: Beatsteaks beherrschten das gesamte Gute-Stimmung-Repertoire.

Von Alexandra Wolff, 06.02.2011

Braunschweig. In die Augen schauen konnten die Beatsteaks Ihren Fans nicht unbedingt – wie sich das Drummer Thomas Götz zunächst gedacht hatte (siehe Interview). Jedenfalls nicht allen, dazu war das Merz dann doch zu voll.

150 Gewinner des „N-Joy-Kneipenkonzerts mit den Beatsteaks“ standen vor der Bühne bis hinten ans DJ-Pult. Doch wann hat man schon mal als Fan die Gelegenheit, nur wenige Meter von einer Band entfernt zu stehen, deren Konzerte teilweise schon Monate vor dem Auftritt ausverkauft sind? „Man merkt, dass sie selbst Spaß auf der Bühne haben. Das macht diese Band halt aus“, so die Besucherin Martina. „Auch diese Wohnzimmeratmosphäre hier ist herrlich.“
Die Fans schienen ihre Stimmen die restliche Woche über nicht mehr brauchen zu müssen. Lauthals sangen sie Punklieder wie „Sunday Afternoon“ mit. Und wenn es nichts zu singen gab, skandierten sie „Beatsteaks! Beatsteaks!“, was Sänger Arnim Teutoburg-Weiß mit einem „Ja, das ist unser Name“ beantwortete. Auch untereinander flaxten die fünf Berliner rum, tanzten und schlugen in die entgegengestreckten Hände der Fans ein. Körperkontakt kommt halt immer gut an.
Und damit die Fans vom vielen Stehen nicht müde werden, sollten sie sich hinhocken – auch immer wieder ein irres Bild. Teutoburg-Weiß setzte dem noch das Sahnehäubchen auf, indem er durch die Reihen ging und weiter sang. Zwei Männer trugen sein Mikrokabel hinterher. Schließlich hockte sich auch der Sänger zu seinen Fans: „Ich mache mal mit“, rief er plötzlich, zählte und bei drei sprang die Masse wieder hoch, tanzte, hüpfte und feierte.
Doch nicht nur diese Publikumsnähe wussten die Fans zu schätzen: „Ich finde es toll, dass sie auch ein paar alte Stücke gespielt haben, die kommen immer wieder an“, meinte Rike, die schon seit über zwei Jahren Beatsteaksfan ist. Neben ihr stand Leonie, die überhaupt nicht damit gerechnet hat, dass sie zu den wenigen Menschen gehörte, die Karten für das Konzert gewonnen haben: „Da habe ich echt Glück gehabt! Nur so ein paar Leute dürfen heute hier sein, und ich bin mittendrin.“
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