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Finale im Café Okerterrassen

Jazz auf der Oker am 4. August – Kartenverkauf beginnt morgen – Nächstes Jahr an neuem Ort.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 24.07.2013

Braunschweig. Jazz auf der Oker erklingt am Sonntag (4. August) zum letzten Mal im Café Okerterrassen.

Das Traditionscafé schließt seine Türen für immer, die beliebte Veranstaltung wird umziehen. Aber zunächst feiern wir das Finale. Seit 27 Jahren spielt die Saratoga Seven am ersten Sonntag im August auf einem Floß auf der Oker vor dem Café Okerterrassen. Und genauso lange präsentiert die nB das Jazzevent.
Jetzt heißt es Abschied nehmen, zumindest von dem alten Stammplatz. Nach 75 Jahren im Familienbesitz hat die Familie Schönebaum ihr Café an einen privaten Investor verkauft, in der zauberhaften Villa wird es in Zukunft keine Gastronomie mehr geben. „Es fällt uns nicht leicht“, sagt Chefin Gerlinde Schönebaum, „vor allem der Jazz auf der Oker ist uns sehr ans Herz gewachsen.“
Die Saratoga Seven Band blickt voller Stolz auf die vergangenen 27 Jahre. Denn bei jedem Konzert wurden auch Spenden für einen guten Zweck gesammelt. „Über die Jahre haben wir 116 385 Euro eingesammelt“ , sagt Bandsprecher Horst Popanda.
Und beim Konzert am Sonntag (4. August) soll nun die 120 000-Euro-Marke gesprengt werden. Wie in jedem Jahr gibt es 200 Karten für die Sitzplätze im Café Okerterrassen zu kaufen, der Verkauf beginnt morgen (Donnerstag) um 13 Uhr direkt im Café. Alle Jazzfans, die keine Karte fürs Café mehr ergattern, treffen sich – auch wie jedes Jahr – am gegenüberliegenden Okerufer.
Passend zum Abschied vom alten Stammplatz feiert die Saratoga Seven in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bandjubiläum. „In den vielen Jahren kam es immer wieder zu Umbesetzungen, aber die Spielfreude am Oldtime-Jazz ging nie verloren“, erzählt Horst Popanda. Als die Oldtime-Jazzband „Saratoga Seven“ 1973 gegründet wurde, war an „Jazz auf der Oker“ noch nicht zu denken. Louis Armstrong, Kid Ory, später Chris Barber und die Dutch Swing College Band waren die musikalischen Vorbilder der Saratoga. Im Laufe der Zeit entwickelte die Gruppe dann ihren eigenen unverwechselbaren Stil, der sie so beliebt macht. Der Name „Saratoga“ stammt von einer Straße in New Orleans – der Wiege des Jazz –, auf der sie auch schon als Straßenmusiker aufgetreten und darauf sehr stolz sind. Festivalauftritte und Gastspiele führten sie um die halbe Welt. 2007 wurde die Band beim Wolters Hoffest zur beliebtesten Oldtime-Jazzband in der Region Braunschweig gewählt.
Zwölf Jahre nach ihrer Gründung wurde die Idee geboren, ihre Musik vor möglichst vielen Jazzanhängern unter freiem Himmel zu spielen und das Konzert mit einem guten Zweck zu verbinden. Das kam bei den Braunschweigern so gut an, dass sich die Wiesen im gegenüberliegenden Park füllten und Zuhörer in Booten zum Café Okerterrassen der Familie Schönebaum pilgerten. Auch die Spendenfreudigkeit wurde von Jahr zu Jahr größer. Waren es bei der ersten Veranstaltung 1985 umgerechnet 500 Euro, die der Verkauf der Eintrittskarten einbrachte und die die Saratoga-Seven-Musiker einsammelten, kamen sie in den vergangenen Jahren auf Rekordsummen von mehr als 8000 Euro.
Das Geld kam Vereinen wie Kinderschutzbund, Tierschutz, Braunschweiger Tafel, Frauenhaus, ebenso Schulen und Sportvereinen sowie internationalen Hilfsprojekten zugute.
Mit ihrer ansteckenden Spielfreude wird die Saratoga Seven am Sonntag (4. August) die Menschen wieder begeistern. Die Projekte, für die in diesem Jahr gesammelt wird, stellen wir in der nB am Mittwoch (31. Juli) genau vor.
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