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Feuer, Dampf und Schlauchboot

Rund zweieinhalb Stunden spielte die Band Völkerball bei der Rammstein-Nacht in der Meier Music Hall. Immer nah am Geschehen: Der Pyrotechniker. Foto: André Pause

Rammstein-Coverband Völkerball rockte im Meier – Keine Neuigkeiten zur Schließung.

Von André Pause, 16.03.2014.

Braunschweig. Während die ganze Stadt die in der Vorwoche publik gewordene Schließung der Meier Music Hall zu diskutieren scheint, läuft das Veranstaltungsprogramm in der Schmalbachstraße weiter – mit Volldampf sozusagen.

Am Freitagabend spielte die Band Völkerball im Rahmen der Rammstein-Nacht vor ausverkauftem Haus. „99 Prozent Rammstein – 100 Prozent Völkerball“ lautet der Claim der Musiker, „A Tribute to Rammstein“ der Untertitel. Dass hier eine Coverkapelle am Start ist, stört niemanden, ganz im Gegenteil. Auffallend viele Besucher tragen T-Shirts des Originals aus dem Osten der Bundeshauptstadt. Und wenn Völkerball-Frontmann René Anlauff so kehlig wie martialisch loslegt, könnte man wirklich glauben, Sophie-Thomalla-Freund Till Lindeman stünde auf der Bühne. Auch optisch nehmen sich beide wenig: wie frisch aus dem Maschinenraum. Leder, Öl und Schmiere – 100 Prozent, um im Duktus zu bleiben.

Im zweieinhalbstündigen Programm, exklusive 30-minütiger Pause, haben die Epigonen von Völkerball all die Lieder im Portfolio, mit denen die international erfolgreiche Vorlage Rammstein als Vertreter des Genres Neue Deutsche Härte seit Mitte der 90er-Jahre polarisiert: „Heirate mich“, „Sonne“ oder „Laichzeit“. Die Show ist im wahrsten Sinne des Wortes heiß, immer wieder steigen Feuerwolken um Sänger Anlauff und die fünf Mitmusiker auf, sprühen die Funken. Da ist die Schlauchbootfahrt von Keyboarder Andreas Schanowski auf den Händen der Fans als kleine Lockerungsübung durchaus angenehm. Bis 23 Uhr unterhalten Völkerball ihr Publikum, danach geht es mit Klängen vom DJ weiter.

Neuigkeiten zur Schließung der Meier Music Hall gibt es unterdessen nicht. Geschäftsführer Christian Görlich hält sich bedeckt und möchte sich zum jetzigen Zeitpunkt – rund 13 Monate vor dem Ende – nicht äußern. Die Volkswagen Financial Services AG als neuer Eigentümer des Geländes sei persönlich auch noch gar nicht an ihn herangetreten.
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