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Feier mit neckischen Spielchen

Das pralle Leben: „Die Weihnachtsfeier“ Foto: imagemoove

„Die Weihnachtsfeier“ – auch im zweiten Jahr ein Publikumsmagnet an der Martinikirche.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 29.11.2014.

Braunschweig. Das jüngste Kind machte sich wieder großartig. Auch im zweiten Jahr war „Die Weihnachtsfeier“ im Spiegelzelt fast durchweg ausverkauft.

„Den Song am Ende haben wir ausgetauscht“, erzählt Christian Eitner als musikalischer Leiter und Mitautor. Statt „Und dabei liebe ich euch beide“ von Andrea Jürgens, erklang jetzt „Wunder gibt es immer wieder“ von Katja Ebstein. „Den Jürgens-Song konnte kaum jemand mitsingen“, so die Begründung. Sonst blieb alles wie beim ersten Mal – eine ganz normale Weihnachtsfeier eben.
Einen Sommer lang hatten sich Eitner und sein Freund, Autor Peter Schanz, an der Nordsee gemeinsame Zeit genommen, um eine typische Weihnachtsfeier zu inszenieren. „Mit allen Peinlichkeiten, die dazugehören“, wie Schanz betont. „Ein bisschen grober als bei der Weihnachtsgeschichte“, räumt er ein, „aber es wird auch besinnlich.“ Für Kinder ist das Stück aber nicht tauglich, Sex und Alkohol spielen eine nicht unwesentliche Rolle – „wie auf einer echten Weihnachtsfeier eben“, betonten die beiden „Väter der Klamotte“. Mit diesem Abend hat das Autorenduo die typischen Betriebsweihnachtsfeiern aufs Korn genommen. Und am Anfang steht – wie könnte es anders sein – die Rede des Chefs. Gernot Gross (Oliver Jaksch), seines Zeichens Geschäftsführer, liebt die große Geste – „Frage nicht, was die Firma für dich tun kann, frage, was du für die Firma tun kannst“ – und stottert sich ansonsten munter von einer leeren Phrase zur anderen.
Holger Bügeler (Cappuccino), zuständig für den Bereich Logistics, ist da schon weniger auf den Mund gefallen, schrammt aber mit steigendem Alkoholpegel hart am guten Geschmack vorbei. „Geh zu ihr, und lass deinen Drachen steigen“, schubst er seinen Kollegen energisch in eine Affäre mit Frau Fricke (Kathrin Reinhardt), der Schreibkraft, die ihr Herz aber schon längst an den Chef verloren hat und am Kopierer über verlorene Träume, neblige Nächte und einsame Herzen philosophiert.
Ab Dienstag wird es besinnlicher im Zelt. Für die beliebte „Weihnachtsgeschichte“ aber gibt es nur noch Restarten.
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