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Fantasywahn im Zauberwald

Jubel für eine schillernde Opernpremiere: „A Midsummer Night’s Dream“ im Staatstheater.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 02.02.2011

Braunschweig. Shakespeares „A Midsummer Night’s Dream“ – Regisseur Michael Talke hat das erotischste Stück des Dramatikers in der Opernfassung von Benjamin Britten als wilde Revue inszeniert. Das Publikum war hin und weg.

Der Elfenkönig Oberon begehrt den Lustknaben seiner Gattin Tytania. Deshalb beauftragt er den Kobold Puck, seiner Gattin einen Saft in die Augen zu träufeln, damit sie sich in den erstbesten Dahergelaufenen verguckt. Puck träufelt aber in die falschen Augen und so nehmen Irrungen und Wirrungen, echte und geträumte Leidenschaften, erfüllte und unerfüllte Begierden ihren Lauf.
Diese um 1600 veröffentlichte Komödie kommt in Braunschweig als Fantasyspektakel daher, das Bühnenbild suggeriert eine Probensituation für eine Sommernachtstraum-Revue. Ein stimmlich fantastisches Ensemble erfüllt die Bühne mit ansteckender Spielfreude, die überbordende Handlung wird durch eine opulente Ausstattung mit Federn, Fell und Lametta betont, schrille, eben noch obszöne und verstörende Szenen blenden über in ein zauberhaft-erotisches Geflecht.
Dem kurzfristig eingesprungene Sebastian Beckedorf gelingt mit dem Staatsorchester eine poetisch schillernde, vielschichtige Partitur. Besonders beeindruckend ist die musikalische Ausgestaltung der Elfenwelt – traumhafte Sequenzen.
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