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„Family-Ding“ ist ausverkauft

Die Drei Fragezeichen im Hamburger Studio: Jens Wawrczeck, Andreas Fröhlich und Oliver Rohrbeck (v.l.). Foto: André Pause
Braunschweig: Volkswagenhalle |

Drei Fragezeichen mit Livehörspiel „Phonophobia – Sinfonie der Angst“ in der VW-Halle

Von André Pause, 22.01.2014.
Hamburg. Mit den Hörspielabenteuern der „Drei Fragezeichen“ sind ganze Generationen groß geworden. Am 2. April kommen die Sprecher Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck und Oliver Rohrbeck mit ihrem Livehörspiel „Phonophobia – Sinfonie der Angst“ in die VW-Halle.

Dabei stehen die Akteure gemeinsam mit Geräuschemachern und Musikern auf der Bühne. „Wie man aus dem Titel heraushört, geht es um Musik. Es wird etwas Mystik geben, aber auch reichlich Action. Welches Geheimnis steckt hinter der Musik, und wie kann die Musik uns beeinflussen? Dieses Rätsel wollen die Drei Fragezeichen knacken“, fasst Oliver Rohrbeck, der Detektiv Justus Jonas die Stimme leiht, zusammen.
Schenkt man den Ausführungen des Schauspielers, Hörspiel-, Synchron- und Hörbuchsprechers glauben, sind die Live-Events kein reines Erwachsenenphänomen „Es kommen Kinder zu diesen Veranstaltungen und ganze Familien, die sich zu Hause die CDs teilen. Das ist mittlerweile ein richtiges ’Family-Ding‘. Es sind etwa 40 Prozent Kinder, die die Drei Fragezeichen gerne hören, teilweise ganz junge Kinder. Ich bin immer erstaunt, dass da auch schon welche unter Zwölf dabei sind, denen es nicht zu gruselig und zu spannend ist“, meint Rohrbeck. Natürlich sei es trotz allem bemerkenswert, dass das Trio noch von so vielen Erwachsenen gehört wird, manchmal sogar zum Einschlafen. „Es ist das beliebteste Schlafmittel Deutschlands, bei einer bestimmten Generation, bei den 70er Jahrgängen auf jeden Fall“, schmunzelt der Künstler.
Während der etwa zweimal 50 Liveminuten wird alles dafür getan, dass niemand schläft. „Wir lesen das auf der Bühne und spielen es natürlich auch komplett. Dabei machen wir aber immer Hörspiel, sind mit einem Manuskript und einem Notenpult da, um die Hörspielsituation zu haben“, beschreibt Rohrbeck, der mit seinen Mitstreitern im Laufe der Jahre reichlich Erfahrung gesammelt hat, wie man Hörspiel bühnenwirksam darstellen kann, sodass auch für das Auge etwas passiert.
Eine Livetour ist mit viel Aufwand verbunden. Ein Tross von 40 Leuten in fünf Sattelschleppern und sechs Nightlinern ist dabei. Nicht jede, wenn auch populäre, Hörspielreihe für Kinder- und Jugendliche habe das Potenzial den wirtschaftlichen Aufwand zu rechtfertigen, so Rohrbeck. Die Drei Fragezeichen hätten es, die Fünf Freunde eher weniger. „Die Fünf-Freunde-Serie gibt es ja nach wie vor mit neuen Fällen auf CD aber eigentlich nicht als Livegeschichte. Wir haben neulich mal eine Fünf-Freunde-Aufführung gemacht, aber so was sind dann Einzelfälle. Das funktioniert mit den Enid-Blyton-Geschichten nicht auf Dauer, die sind viel altbackener, politisch völlig unkorrekt und auch zu einfach gestrickt. Sie lassen nicht so viel Fantasie zu“, meint der Hörspiel-Profi, der neben den Drei Fragezeichen jede Menge Filme synchronisiert, in Berlin ein eigenes Studio mit 40 Mitarbeitern leitet und mit seinem Label Lauscherlounge bundesweit Veranstaltungen durchführt.
So wie in den Geschichten der Drei Fragezeichen selbst alles im Kosmos der Zeitlosigkeit bleiben muss oder soll, kämen auch Veränderungen außerhalb nur bedingt infrage. „Wir würden, glaube ich, nicht mit einer Neubesetzung weitermachen. Wenn bei uns stimmlich mal etwas nicht mehr funktioniert, oder sonst irgendetwas ist, einer ausscheidet, dann würden wir wohl eher aufhören. Man darf nichts erzwingen. Ich glaube auch nicht, dass die Leute das auf diese Art und Weise wollten.“
Wie sehr das Braunschweiger Publikum die Herren Wawrczeck, Fröhlich und Rohrbeck live sehen will, beweist schon der Umstand, dass der Abend bereits jetzt ausverkauft ist.
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