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„European Actors Award“ für Schauspielerin Barbara Sukowa

Barbara Sukowa als Lola in Rainer Werner Fassbinders gleichnamigem Film von 1981. Foto: oh

Das 27. Internationale Filmfest Braunschweig läuft vom 5. bis zum 10. November.

Von André Pause, 30.10.2013.

Braunschweig. Michael Cain, natürlich, es sind die Augen von Michael Cain auf den Plakaten und Programmkatalogen des 27. Internationalen Filmfests Braunschweig, das vom 5. bis zum 10. November die Cineasten in die Braunschweiger Kinosäle locken wird.

„Dieses Mal haben es viele erraten“, meint Festivalsprecher Frank Terhorst und deutet auf das charakteristische jährlich wechselnde Augenpaar. Das Ratespiel im Vorfeld ist ein kleiner Spaß, ein ungleich größerer soll das Programm werden, das der scheidende Festivalleiter Volker Kufahl jetzt offiziell vorgestellt hat.

Insgesamt 187 Filme werden an sechs Tagen über die Leinwände flimmern. Von den 67 Langfilmen sind zwölf deutsche Erstaufführungen.
Eine weitere Premiere gibt es gleich vorweg: Eröffnet wird das Filmfest in diesem Jahr erstmals mit einem Filmkonzert. In der Stadthalle bettet das Staatsorchester Braunschweig Pablo Bergers Film „Blancanieves“ in Livemusik. Der Regisseur verlegt das Grimm’sche Märchen Schneewittchen ins schwarz-weiße 20er-Jahre-Sevilla, samt Flamenco und Stierkampf. Zur Deutschland-Premiere des Films wird Komponist Alfonso de Vilallonga erwartet.
Den mit 10 000 Euro dotierten Hauptpreis „Europa“ für herausragende darstellerische Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur erhält die Schauspielerin Barbara Sukowa. Eine acht Filme umfassende Werkschau von Fassbinders „Lola“ (1981) bis Margarethe von Trottas „Hannah Arendt“ (2012) ist ihr gewidmet.

Die Berliner Drehbuchautorin und Regisseurin ist es auch, die die Laudatio für Sukowa im Rahmen der von Julia Westlake moderierten Preisverleihung im Großen Haus des Staatstheaters am Abschlusstag halten wird. Zehn Filme aus neun Ländern, darunter sechs deutsche Erstaufführungen, stehen im Publikumswettbewerb „Heinrich“ zur Auswahl, 24 Filme sind es beim Kurzfilm-Musikpreis „Leo“. Des Weiteren wird wieder der deutsch-französische Jugendpreis „Kinema“ verliehen.
Die Reihe „Musik und Film“ ist dieses Mal Niki Reiser gewidmet. Der Komponist, der die Musik zu Filmen wie „Alles auf Zucker“ oder „Jenseits der Stille“ schrieb, wird in einer Music Master Class über seine Arbeit berichten. Einen zusätzlichen Themenschwerpunkt bilden 2013 – neben dem mittlerweile zwölften filmkulturellen Austausch mit der niedersächsischen Partnerregion Haute-Normandie – die cineastischen Entwicklungen in Kroatien. Vierzehn Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus dem jüngsten EU-Mitgliedsland werden in der Reihe „Croatia goes Europe“ gezeigt.

Mit einer Hommage ehrt das Filmfest zudem Birgit Hein. Die langjährige Leiterin der HBK-Filmklasse gilt als Wegbereiterin und Wortführerin des deutschen Experimentalfilms. Neun ihrer Filme aus den Jahren 1968 bis 2013 werden beim 27. Filmfest vorgestellt. Der Vorverkauf hierfür hat jetzt begonnen. Unter www.filmfest-braunschweig.de weitere Infos im Internet.
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