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Es ist Weihnacht in Brunswik

"Rudolph, the red-nosed reindeer“, „Kling, Glöckchen, kingelingeling“, „Winter Wonderland“ – mit einem schönen, lauten, gemeinsamen Abschluss-Weihnachtslieder-Potpourri feierte gestern Abend „Die Braunschweiger Weihnachtsgeschichte“ in ihrem dritten Jahr Premiere vor ausverkauftem Haus (Zelt).

Von Ingeborg Obi-Preuß, 04.12.2013
Alle Jahre wieder – das Eröffnungslied, das zunächst mit einer einzelnen Trompete ertönt, klingt wie ein Versprechen: „Die Braunschweigische Weihnachtsgeschichte“ wird erwartet. Alle 20 Vorstellungen im Spiegelzelt an der Martinikirche sind ausverkauft.
Die Geschichte ist seit mehr als 2000 Jahren dieselbe, an Aktualität hat sie nichts verloren. In der Inszenierung von Peter Schanz und Christian Eitner spielt das Flüchtlingsdrama um das schwangere Paar Maria und Josef in der Nachkriegszeit im kalten Brunswik. Und da bleibt den Besuchern gleich am Anfang schon mal das Lachen sprichwörtlich im Halse stecken. Wenn Cappuccino als unbarmherziger Gasthauswirt die hungernden und frierenden Menschen mit Parolen voller Hass und Feindlichkeit abweist.
Aber – schließlich ist Weihnachten – und der drollige Engel (Daniela Grubert wird für ihre Darstellung gefeiert) hat es versprochen: „Glaub mir, Maria, das wird schon alles.“ Und es wird auch alles. Besinnlich, lustig, tiefgründig, gut. Musikalisch auf hohem Niveau getragen von der Jazzkantine, schrammt der Abend ganz bewusst auf weihnachtliche Klischees zu, an Peinlichkeiten aber sicher vorbei. Die Darsteller sind auch in der dritten Weihnachtsgeschichte frisch und überzeugend. Josef (Arne Stephan) vielleicht noch ein bisschen smarter, Kathrin Reinhardts Maria noch ein wenig bewegender. Beide glänzen mit sehr guten Stimmen.
Auch die drei Könige (Christian Eitner, Cappuccino, Christian Winninghoff) treffen in jeder Hinsicht die richtigen Töne, Ochs & Esel, Schafe & Engelchen wuseln süß durchs Geschehen.
Ganz viel Applaus zum Schluss.
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