Anzeige

Es geht kaum schöner

Gelungener Auftritt: Achim Reichel bei „Kultur im Zelt“. Foto: Philipp Ziebart.

Achim Reichel und Band überzeugen die liebenden Fans im Zelt.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 23.09.2015.

Braunschweig. Vermutlich könnte der Mann das Telefonbuch singen, und wir – also seine Fans – wären immer noch völlig hin und weg. Mehr als 1000 Leute liegen dem 71(!)-Jährigen im Kulturzelt sprichwörtlich zu Füßen. Er bedankt sich für so viel Begeisterung, plaudert drauflos – und vor allem: Er liefert ab.

Und zwar genau das, was erwartet wird – gute Musik und diese unverkennbare Achim-Reichel-Stimme. Dazu gute Texte. Die nimmt er auch gern mal von anderen. „ Matthias Claudius hat für mich geschrieben“, unkt der Sänger im coolen Leinenhemd und stimmt „Der Mond ist aufgegangen“ an. Die Diskokugel beginnt sich zu drehen und wirft Hunderte leuchtender Sterne an den dunkelroten Zelthimmel. Geht es noch schöner?
„Oh, wie ist es kalt geworden, und so traurig öd und leer. Raue Winde weh’n von Norden und die Sonne scheint nicht mehr“ – Reichels Bassbariton führt beim Winterlied von Hoffmann von Fallersleben („der hat auch für mich geschrieben“) zu Gänsehauteffekten. 15 Jahre nach seinem letzten Album zeigt der ehemalige „Rattles“-Sänger mit „Raureif“, dass er sich treu geblieben ist. Begleitet von seinen spektakulär guten Musikern (allen voran Berry Sarluis am Akkordeon und Keyboard) erzählt Achim Reichel Geschichten aus dem Alltag („Dolles Ding“) oder zeichnet mystische Geschichten („Fliegende Pferde“).
Ach ja, den schmissigen Gassenhauer „Kuddl Daddel Du“ und den Mitsing-Song „Aloah Heya He“ hat er selbstredend auch im Gepäck. Er kann es halt. Vom Blues bis zum Reggae, von der sanften Ballade zum stampfenden Beat. Tosender Applaus im Zelt.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.