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Erst Hollywood, dann die Hauptrolle beim Filmfest

Mads Mikkelsen am Sonnabend bei der Preisverleihung in Braunschweig.

Hollywood-Schauspieler Mads Mikkelsen war gestern der Stargast beim Filmfestival.

Von Marion Korth, 15. November 2014.

Braunschweig. „Die Auszeichnung ist eine große Ehre für mich, aber auch ein Zeichen dafür, dass ich nicht mehr 20 bin“, sagt Mads Mikkelsen und grinst. Nächste Woche wird er 49, und er ist stolz darauf, dass er seine Stunts selbst macht. Der dänische Schauspieler, der in „Casino Royale“ James Bond aufs Grausamste quält und in „Walhalla Rising“, das Blut spritzen lässt, spielte gestern in der Filmfeststadt Braunschweig die Hauptrolle: Er erhielt den von Volkswagen Financial Services gestifteten und mit 10 000 Euro dotierten Hauptpreis, „Die Europa“.

Klar, weil er ein europäischer Schauspieler ist, vor allem aber wegen seiner Wandlungsfähigkeit und Intensität. Der Journalist Daniel Kothenschulte beschrieb in der Laudatio das „unglaubliche Spiel mit seinem Körper und seiner Ausstrahlung“. In der Tat, Mads Mikkelsen fesselt seine Zuschauer – und er begeisterte sie zuvor im Gespräch durch seine Natürlichkeit.

Der brutale Bösewicht kann auch anders. Schlagfertig ist er, lässig, selbstironisch. Der Schauspieler Mads Mikkelsen hat den Sprung aus Dänemark nach Hollywood geschafft, nur Starallüren, die hat er nicht. Gestern erhielt er den Filmfest-Hauptpreis, „Die Europa“.
Der Preisverleihung im Großen Haus des Staatstheaters gingen Interview und Gespräch im C 1 voraus. Filmausschnitte zeigen seine ganze Wandlungsfähigkeit, selbst wenn er sich nicht bewegt, scheint ein Kraftfeld um ihn zu vibrieren.
Mads Mikkelsen schaut zu, lümmelt halb liegend auf dem Sofa, damit er die Projektion hinter sich sehen kann, wechselt schließlich einfach in die Zuschauerreihen. Aus dem Hinterhof in Kopenhagen, wo er aufwuchs, hat er den Sprung nach Hollywood geschafft. Sein Geheimnis ist seine vollendete Körperbeherrschung. Mikkelsen war erst Tänzer, bevor er Schauspieler wurde. Zwischen Arbeit und Privatleben trennt er – streng. Er ist bodenständig, keiner, der an seiner Kunstwelt klebt. „Wenn du Zweifel hast, wer du bist, dann machen dir die Steuerbehörden das schnell wieder klar.“ Lachen im Saal. Zu 100 Prozent gehe er in seinem Rollencharakter auf, dann korrigiert er sich: „Zu 90 Prozent, zehn Prozent brauche ich, um ihn kontrollieren zu können“. Oft werde er als „bad Boy“ besetzt, sein kantiges Profil passt dazu. Aber vorstellen kann er sich so ziemlich alles, seine Lieblingsrolle, die wäre in einem Kung-Fu-Film. Aber das Angebot sollte bald kommen, damit er noch in der Form dafür ist, es Bruce Lee gleichzutun …
Für alle Filmfest-Fans hatte Frank Witter, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Financial Services AG, bei der Preisverleihung übrigens noch eine gute Nachricht: „Bis 2016 sind wir auf jeden Fall als Sponsor dabei.“
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