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Eintracht-Lexikon der Vereinseuphorie

„Unser Eintracht – Verlängerung“ läuft bis zum 22. August im Kleinen Haus – „Das ist etwas Besonderes“.

Von Daniel Beutler, 11.08.2010

Braunschweig. „Unser Eintracht“ geht bis zum 22. August in die (überarbeitete) Verlängerung. Am Sonnabend holten die Fans nach langer Theaterpause wieder die blau-gelben Schals heraus.

„Es ist sehr schön, dass ’Unser Eintracht‘ wieder läuft. Die Identifkation mit dem Verein, das ist schon etwas Besonderes“, findet Joachim Klement, seit dem 1. August Intendant am Theater und viel herumgekommen in Deutschland. Wie groß die Liebe ist, wurde dem Neu-Braunschweiger bei der Premiere am Sonnabend gezeigt. Mit einer Art theatralischem Lexikon der Vereinseuphorie in Braunschweig. Eintracht von A bis Z. Eintracht überall und über alles. Über die Assoziationen der einzelnen Buchstaben, die über die große Leinwand flackern, die Szenen einleiten und dem Stück die Handlung geben, kann man streiten. Über die Präsentation nicht. Die Jazzkantine rockt wie die Südkurve, die Schauspieler sind um Längen besser als Schwalbenkönig Andreas Möller und die Neubesetzung der Front-Sängerin, Daniela Grubert, ein Top-Transfer.
Natürlich bedient das Stück von Christian Eitner und Peter Schanz Klischees. Die Hassliebe zu Hannover und Wolfsburg, das ewige Hoffen auf Erfolg und das Erinnern an alte Zeiten. Aber es finden sich auch versteckte Kritik und Seitenhiebe auf den Fußball außerhalb des Eintracht-Kosmos. Ein Stück nicht nur für Fans und solche, die es werden wollen. Vielmehr ein Grundbildungsprogramm für alle, die Braunschweig verstehen wollen.
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