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Eine Bühne für Talente und neue Freundschaften

Antje Maul (l.) und Carsten Ueberschär (r.) von den Komödien-Freunden fiebern mit Regisseur Wolfram Pfäffle (u.l.) und den Darstellern der Premiere des Stückes „Fünf im gleichen Kleid“ im Lindenhof-Theater entgegen. Foto: André Pause

Das Projekt „Schüler machen Theater“ führt im Lindenhof das Stück „Fünf im gleichen Kleid“ auf – Karten in der Komödie am Altstadtmarkt.

Von André Pause, 04.10.2016.

Braunschweig. Seit September des vergangenen Jahres proben die Teilnehmer des Projekts „Schüler machen Theater“ einmal pro Woche im Saal des Lindenhofs. Jetzt in der heißen Phase gehe es den Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren schon ein bisschen an die Substanz.

Das jedenfalls erzählen die sieben verbliebenen Schauspielinteressierten übereinstimmend, die als Ensemble am 19. Oktober (19.30 Uhr) sowie am 20. Oktober (15.30 Uhr und 19.30 Uhr) das Stück „Fünf im gleichen Kleid“ von Alan Ball im Jugendstiltheater in der Kasernenstraße 20/ Ecke Humboldtstraße zum Besten geben.
Bereits am Abend davor findet die öffentliche Generalprobe statt. „Das soll vor allem den Mitschülern der Darsteller die Möglichkeit geben, sich die ’eigenen‘ Leute anzuschauen“, sagt Antje Maul, die Vorsitzende des Vereins Komödien-Freunde Braunschweig. Der Unterstützerkreis der Komödie am Altstadtmarkt hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen in der Stadt zusammenbringen, zu aktivieren und ihnen durch gemeinnützige Projekte, wie Theaterworkshops und weitere Events, Zugänge zu Kunst und Kultur zu verschaffen.

Mit dem Format „Schüler machen Theater“, für das sie sämtliche Realschulen und Gymnasien in Braunschweig angeschrieben haben, möchten die Komödien-Freunde bei Schülern ein Fundament legen: für Kreativität und Fantasie, die Persönlichkeitsentwicklung, die Förderung sozialer Kompetenzen und ein adäquates künstlerisches Ausdrucksvermögen. 23 Schüler sind dem Aufruf schließlich gefolgt, und haben sich mit Kurzbewerbungsbogen und elterlich unterschriebener Selbstauskunft für das Casting beworben. Hier wurde zunächst ein fester Stamm von zehn Personen herausgesiebt, nun sind – wie eingangs erwähnt – sieben Schüler übriggeblieben.
Regisseur Wolfram Pfäffle, der als Profi-Schauspieler regelmäßig selbst auf der Bühne steht, und bereits vor fünf Jahren begann am Format „Schüler machen Theater“ zu feilen, hat das Auswahl-Prozedere begleitet und arbeitet jeden Mittwoch mit der Schülergruppe. Dass er mit den jungen Darstellern anders umgehe als mit seinesgleichen, ließe sich nicht sagen, meint er lächelnd: „Einige wussten anscheinend nicht, wie anspruchsvoll das alles ist, dass es hier nicht nur um Wünsche geht, sondern auch um Pflichten. Klar ist es so, dass hier alles ein bisschen länger dauert. Wenn allerdings etwas klappt, dann ist das Erfolgserlebnis umso größer.“ Pfäffle hat daher bei seiner Gruppe von Beginn an auf den Teamgedanken gesetzt, hat den Schülern klar gemacht, dass sich einer auf den anderen verlassen können muss: „Theater ist Verabredung. Das sollte man sich immer wieder klarmachen.“

Wer nun denkt, das Projekt sei in erster Linie auf Drill ausgerichtet, liegt allerdings falsch. „Im Vordergrund steht die Freude an der schöpferischen Leistung. Dafür bekommen sie Sprecherziehung und Grundlagen der Schauspielausbildung an die Hand. Darüber hinaus verbindet das Projekt natürlich auch. In dieser Gruppe oder den Vorläufern sind schon Freundschaften entstanden, die sonst sicher nicht entstanden wären“, betont Antje Maul.
Was diese Freundschaft auch auf der Bühne bewirken kann, möchte das Ensemble jetzt öffentlich unter Beweis stellen. Karten für die Vorstellungen gibt es ab sofort in der Komödie am Altstadtmarkt.
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