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Ein Willkommen in acht Sprachen

Angela Dynatowski (links), Ilona Stolpmann (rechts) von der Stabsstelle Integrationsangelegenheiten und IT-Experte Michael Wesche präsentieren die App. Foto: Erik Beyen

Eine App informiert über den Landkreis und seine Kommunen.

Von Erik Beyen, 08.08.2017. Helmstedt. Sie kommt spät, aber nicht zu spät: Die App, die Geflüchtete, Migranten und andere Zuwanderer im Landkreis Helmstedt willkommen heißen soll. Für die meisten, die mit dem großen Flüchtlingsstrom 2015 gekommen sind, läuft die Integration bereits auf Hochtouren, angeschoben in erster Linie von Ehrenamtlichen. Doch diese App hilft denen, die noch kommen werden, und ist Teil der integrationspolitischen Handlungsempfehlung, eine Essenz des integrationspolitischen Konzeptes, an dem mehrere Arbeitsgruppen zwei Jahre lang gearbeitet haben.



Für die App war die Arbeitsgruppe „Interkulturelle Öffnung und Willkommenskultur“ zuständig. Dieser Tage stellten Landrat Gerhard Radeck, Angela Dynatowski und Ilona Stolpmann von der Stabsstelle Integrationsangelegenheiten, IT-Experte Michael Wesche, Hans-Werner Schlichting und Ekke-Peter Seifert von der Diakonie die App offiziell vor.

In acht Sprachen, darunter Englisch, Französisch und Arabisch, verrät sie zunächst allgemeine Informationen zum Landkreis sowie dessen Kommunen. Auch Wissenswertes rund um das Thema Asyl sowie Ansprechpartner zu verschiedenen Themenbereichen stecken hinter der App. Diese läuft auf Adroid, Windows und iOS, ist über alle gängigen Stores kostenlos zu haben und soll sich entwickeln. „Wir haben zunächst eine Umfage gestartet, wer sich in welcher Form in der App wiederfinden möchte“, erklärte Angela Dynatowski und betonte, die Beteiligung müsse sich weiter entwickeln, denn: Jeder, der Informationen hinterlegen wolle, könne das auch veranlassen. Dafür gibt es auf der Internetseite des Landkreises ein Formular zur Datenübermittlung: www.helmstedt.de/welcomeapp.

Neu ist die Idee der Willkommens-App übrigens nicht. Wer die Region nicht kennt, holt sich seine Informationen in der Regel online mit dem Mobiltelefon. Genau so tun das auch Geflüchtete, denn auch das ist keine neue Erkenntnis: Sie sind bestens vernetzt. Da liegt es nahe, alle Infos hinter einer App zu verstecken. Aber: Das Angebot solle für alle Menschen offen sein, betonte Hans-Werner Schlichting, also nicht nur für Geflüchtete. Ziel sei ein Netzwerk, an dem sich Bürger, Institutionen, Vereine und die Wirtschaft beteiligen.

Entwickelt wurde die „Welcome-App“ von der Firma Heinrich & Reuter Solutions GmbH als sogenanntes Non-Profit-Projekt. Seit März betreibt die gemeinnützige IT hilft gGmbH die App, die Teil des Konzepts „Welcome-App-Germany“ ist. Es handelt sich um eine sogenannte Offline-App, die einmal installiert auch ohne Netz funktioniert. Geht ein Mobiltelefon ins Netz, aktualisiert sie sich automatisch. Öffentlich ausgelegte Flyer und Handkarten informieren nun über das Angebot.
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