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Ein Vierteljahrhundert Okerjazz

Saratoga-Seven-Jazzband hofft, dass Spendensumme in diesem Jahr auf 100 000 Euro anwächst.

Von Martina Jurk, 18.07.10

Braunschweig (mj). „Jazz auf der Oker“ gibt es seit einem Vierteljahrhundert. In dieser Zeit hat sich die Veranstaltung zum größten Jazz-Open-Air in Braunschweig entwickelt. Fast 93 000 Euro wurden dabei in den vergangenen 25 Jahren für karitative Zwecke gesammelt. Dass es in zwei Wochen, am Sonntag (1. August) 100 000 Euro werden, hoffen die Saratoga-Seven-Jazzband, die auf einem Okerfloß ein dreistündiges Konzert gibt, das Café Okerterrassen und unsere Zeitung als Präsentator. Morgen beginnt der Kartenvorverkauf.

Als die Oldtime-Jazzband „Saratoga Seven“ 1973 gegründet wurde, war an „Jazz auf der Oker“ noch nicht zu denken. Louis Armstrong, Kid Ory, später Chris Barber und die Dutch Swing College Band waren die musikalischen Vorbilder der Saratoga. Im Laufe der Zeit entwickelte die Gruppe dann ihren eigenen unverwechselbaren Stil, der sie so beliebt macht. Der Name „Saratoga“ stammt von einer Straße in New Orleans – der Wiege des Jazz –, auf der sie auch schon als Straßenmusiker aufgetreten und darauf sehr stolz sind. Festivalauftritte und Gastspiele führten sie um die halbe Welt. 2007 wurde die Band beim Wolters Hoffest zur beliebtesten Oldtime-Jazzband in der Region Braunschweig gewählt.
Zwölf Jahre nach ihrer Gründung wurde die Idee geboren, ihre Musik vor möglichst vielen Jazzanhängern unter freiem Himmel zu spielen und das Konzert mit einem guten Zweck zu verbinden. Das kam bei den Braunschweigern so gut an, dass sich die Wiesen im gegenüberliegenden Park füllten und Zuhörer in Booten zum Café Okerterrassen der Familie Schönebaum pilgerten. Auch die Spendenfreudigkeit wurde von Jahr zu Jahr größer. Waren es bei der ersten Veranstaltung 1985 umgerechnet 500 Euro, die der Verkauf der Eintrittskarten einbrachte und die die Saratoga-Seven-Musiker einsammelten, kamen sie im vergangenen Jahr auf eine Rekordsumme von 8300 Euro.
Das Geld kam Vereinen wie Kinderschutzbund, Tierschutz, Braunschweiger Tafel, Frauenhaus, ebenso Schulen und Sportvereinen sowie internationalen Hilfsprojekten zugute.
„Für uns Musiker ist die Veranstaltung jedes Mal etwas Besonderes. Zu erleben, wieviele Menschen uns hören wollen, und wie groß die Spendenbereitschaft ist, macht uns stolz“, sind sich Horst Popanda und Bandleader Harald Montag einig. Ihr größter Wunsch für die Jubiläumsveranstaltung: „Dass wir den Spendenbetrag auf insgesamt 100 000 Euro erhöhen können.“ Wie immer spielt die Band auf einem Floß auf der Oker und selbstverständlich ohne Gage. Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann hat sein Kommen zugesagt.
Der 25. „Jazz auf der Oker“ findet statt am Sonntag (1. August) von 11 bis 14 Uhr am Café Okerterrassen, Parkstraße 11, und im gegenüberliegenden Park am Herzog Anton Ulrich-Museum. Karten gibt es ab dem morgigen Montag (19. Juli) im Vorverkauf zum Preis von zehn Euro in der Konzertkasse, Schild 1a. Wie in jedem Jahr ist Eile geboten, da die Karten im Nu ausverkauft sind.
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