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Ein Stück vom Kuchen-Schloss

An der Medienstation „Historisches Menü“ besteht Gelegenheit zur Recherche über die wechselhafte Schlossgeschichte. Foto: Schlossmuseum/M. Kruszewski
 
Museumsleiterin Anne-Kristin Rullmann. Foto: Peter Sierigk/Der Löwe

Das Schlossmuseum feiert sein fünfjähriges Bestehen mit großem Programm.

Von Birgit Leute, 06.04.2016.

Braunschweig. Zum Geburtstag wird nicht gekleckert, sondern geklotzt: Fünf Jahre wird das Schlossmuseum alt.

Zum Auftakt der dreitägigen Feier spendiert die Stiftung Schlossmuseum Braunschweig am Donnerstag (7. April) ab 13 Uhr die „wahrscheinlich größte Schlosstorte der Welt“ auf dem Schlossplatz vor dem Eingang. Verziert ist sie mit dem Bild des Residenzschlosses und der Quadriga-Abbildung. Wer rechtzeitig kommt, hat gute Chancen, ein Stück zu ergattern.

Rund um das Jubiläum gibt es außerdem ein Programm aus Vorträgen, die die Geschichte aber auch neue Pläne rund um das Museum vorstellen. Für die Fraktion der Bibs sind gerade die dringend nötig, da die Besucherzahlen in ihren Augen zu wünschen übrig lassen.

Rund 170 Jahre lang residierten die Welfenherzöge im Braunschweiger Schloss. Das 2011 eingerichtete Schlossmuseum gibt einen Eindruck davon, wie sie gelebt haben. Jetzt feiert es fünfjährigen Geburtstag. Zum kleinen Jubiläum gibt es vom 7. bis 9. April eine Vortragsreihe. Außerdem können Besucher die Räume an den drei Tagen kostenlos besichtigen.

Geht es nach Museumsleiterin Anne-Kristin Rullmann, wird es künftig neben der Dauerausstellung jedes Jahr eine große Sonderschau sowie Vortrags- und Filmreihen, Exkursionen oder Diskussionsveranstaltungen geben. „Unser Jubiläum ist ein guter Anlass, um zu reflektieren, was gut und richtig war, und wo wir nachjustieren müssen. Natürlich bleibt unser Schwerpunkt mit den höfischen Themen in der Dauerausstellung erhalten. Aber künftig wollen wir den Blick auch stärker auf andere Epochen aus der wechselhaften Schlossgeschichte richten als jene, in denen die Welfenherzöge hier residierten. Außerdem wollen wir andere Perspektiven als die der herzoglichen Familie einbeziehen und Wechselwirkungen zwischen Schloss, Stadt und Land schildern“, sagt Rullmann. Das Schlossmuseum habe sich als eine Bereicherung für die braunschweigische Museumslandschaft neben den anderen Häusern etabliert. „Mit seinen original möblierten Schauräumen und dem umfassenden Medienangebot schafft es ein ganz besonders sinnliches Museumserlebnis am ursprünglichen Ort. Auch unsere sechs Sonderausstellungen sind Grund, mit Stolz auf die ersten fünf Jahre zurückzublicken“, betont die Museumsdirektorin.

Die Themen der künftigen großen Ausstellungen für die nächsten drei Jahre wurden dem Beirat der Stiftung Residenzschloss Braunschweig, die das Schlossmuseum betreibt, bereits mit ihren Arbeitstiteln vorgestellt: Abgesehen von der Vortragsreihe zum Geburtstag wird von August bis März 2017 die Ausstellung „Schatzkammer Harz“ stattfinden, die sich mit der wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung von Bergbau und Jagd zur Zeit der Braunschweiger Herzöge befasst. Es folgen „10 Jahre Schlosswiederaufbau“ (April – September 2017), „Victoria Luise. Kaisertochter. Herzogin. Bürgerin“ (September 2017 – September 2018) sowie „Die Abdankung Herzog Ernst Augusts und das Ende der Monarchie in Braunschweig“ (Oktober 2018 – Frühjahr 2019).
Zum Jubiläum wird außerdem eine Jahreskarte mit exklusiven Zusatzangeboten aufgelegt, und ab Mitte Juni präsentiert sich das Schlossmuseum in der Stadtbibliothek.

Das Jubiläum wird nicht nur positiv gesehen. Dazu Stadtsprecher Adrian Foitzik: „Das Schlossmuseum ist nach Einschätzung der Stadtverwaltung insgesamt auf einem guten Weg. Dies insbesondere, da fünf Jahre nur ein kurzer Zeitraum für ein Museum sind, um seinen Platz in der Museumslandschaft zu finden. Gute Besucherresonanz hat das Museum immer dann erzielt, wenn Wechselausstellungen wie etwa zu Viktoria Luise stattgefunden haben. Da nach Kenntnis der Stadt das Schlossmuseum derzeit weitere Wechselausstellungen konzipiert und an einer Optimierung des Konzepts arbeitet, werden die Besucherzahlen sicher noch gesteigert werden – wobei das Schlossmuseum im Vergleich zu den Museen in Braunschweig damit derzeit durchaus nicht schlecht dasteht.“

Programm

Donnerstag (7. April), 19 Uhr, Roter Saal: „5 Jahre Schlossmuseum – ein Rück- und Ausblick“, Vortrag von Ulrike Sbresny (stellvertretene Museumsleiterin)

Freitag (8. April), 19 Uhr, Roter Saal: „Die Anfänge des Schlossmuseums – Geschichten zur Objekten und Entdeckungen“, Vortrag von Dr. Bernd Wedemeyer

Samstag (9. April), 19 Uhr, Roter Saal: „Die Bedeutung von Schlössern – Braunschweig, Gotha: Schlösser und Museen“, Vortrag von Prof. Dr. Martin Eberle.

Der Eintritt zu den Vorträgen und ins Museum selbst ist an den drei Jubiläumstagen kostenlos. Nach den Vorträgen haben Besucher die Möglichkeit, bis 22 Uhr das Schlossmuseum zu besuchen, außerdem können sie die „Schlossmuseum-Goldkarte“ erwerben.

Öffnungszeiten des Museums: Dienstag von 10 bis 17 Uhr, Mittwoch von 13 bis 20 Uhr, Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Eintritt: drei Euro, Kinder bis 15 Jahre frei.
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