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Ein Mädchen setzt sich durch

Tanja Liebermann (Kostüme), Amy Share-Kissiov (Choreographie), Sebastian Welker (Regie), Verwaltungsdirektor Stefan Mehrens, Dagmar Schlingmann (designierte Generalintendantin), Julien Mounier (BS Energy), Andreas Wilkens (Bühne) und Dramaturgin Sarah Graneis (v.l.) freuen sich auf die Burgplatz-Open-Air-Saison 2017. (Foto: André Pause)
Braunschweig: Burgplatz |

Noch mal Musical, noch mal die 1960er, noch mal Broadway, noch mal „was mit Haaren“: Nach „Hair“ soll es in diesem Jahr ab dem 12. August so richtig „schräg und mitreißend“ werden auf dem Burgplatz.

Von André Pause. Braunschweig, 7. März 2017. Das 2002 am Broadway uraufgeführte „Hairspray“ werbe für Offenheit, Vielfalt und Toleranz, sind sich das künstlerische Leitungsteam und die neue Intendantin des Staatstheaters einig. „Es gibt tolle Musik, tolle Rollen, vor allem aber auch eine tolle Geschichte“, freut sich Dagmar Schlingmann, ihre Zeit in Braunschweig mit dem beliebten Burgplatz Open Air beginnen zu können.
Das Stück „Hairspray“
In „Hairspray“ erzählt das Autorenduo Mark O‘Donnell/Thomas Meehan vom großen Traum der jungen Tracy Turnbald, die unbedingt in der beliebten Corny-Collins-Show mittanzen will, obschon sie nicht dem gängigen Schönheitsideal im Baltimore der 1960er entspricht. Letztlich schafft es das selbstbewusste Mädchen doch in die Show und avanciert über Nacht zum Star. Die erlangte Popularität nutzt Tracy, um sich für schwarze Jugendliche einzusetzen, die in der Show nicht mittanzen dürfen. Insofern geht es neben der Liebesgeschichte – selbstverständlich gewinnt sie auch das Herz ihres Schwarms Link Larkin – auch um gesellschaftliches Anderssein, Rassentrennung, Unterdrückung von Minderheiten im Amerika der 1960er, fragwürdige Schönheitsideale und unreflektierten Konformismus. Zur Musik von Marc Shaimann („Harry und Sally“, „Sister Act“) skizziert das Musical ein pointiertes Gegenbild zu Intoleranz und Dogmatismus.
Für die sehr tänzerisch orientierte Inszenierung zeichnet Sebastian Welker verantwortlich. Die wesentliche Herausforderung seiner ersten Open-Air-Regie habe in der 360-Grad-Perspektive der Burgplatzarena bestanden, erzählt er, und hofft mit seiner Version des Musicals einen gelungenen Mittelweg zwischen Spaß und politischer Dimension gefunden zu haben. Optisch wurde sich im Sinne einer zeitlosen Inszenierung für die Space-Age-Ästhetik entschieden. Eine große Vinyl-Single dient dabei als Drehbühne für das 28-köpfige Ensemble.
Zusätzliche Programmpunkte
Abgerundet wird das diesjährige Burgplatzprogramm durch zwei Opern-Nächte am 26. und 30. August, in deren Rahmen alle Braunschweiger eingeladen sind, den Chor und das neue Musiktheaterensemble unter der Leitung von Generalmusikdirektor Srba Dinic mit einem musikalischen Vorgucker auf die kommende Spielzeit zu erleben. Bereits am 11. August widmet sich die Tanzkompanie des Theaters im Dom St. Blasii dem Thema Gnade.
Eine Neuauflage erlebt das seit 2008 bestehende Gemeinschaftsprojekt „100 Schüler in die Oper“ von BS Energy und Staatstheater. Auch 2017 werden 100 Jugendliche in Workshops und Führungen an das Musiktheater herangeführt. Schulen können sich bis zum 31. Mai mit einer Mail an presse@bs-energy.de für die Teilnahme bewerben.
Weitere Infos und Online-Kartenverkauf unter staatstheater-braunschweig.de.
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