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Ein Kumpeltyp – in sexy

Andrea Berg in der VW-Halle. Foto: Susanne Hübner

Andrea Berg begeistert beim Konzert in der ausverkauften VW-Halle.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 22.01.2014.
Braunschweig. So viel vorweg: Die Frau hat dermaßen schöne Beine, in dermaßen schönen silberfunkelnden Highheels – das allein ist eine große Bühne wert. Und sie bietet noch jede Menge mehr. Andrea Berg, Schlagerikone seit gut 30 Jahren, legte in der ausverkauften VW-Halle einen satten Auftritt hin – keine Angst vor großen Gefühlen.

Seit dem 11. Januar ist sie mit dem neuen Album „Atlantis“ auf Tour, erwartet und angehimmelt von ihren Fans. Auch in Braunschweig. Prosecco oder Hugo zum Aufwärmen, lustig glühende Teufelshörnchen im Haar und viel Pailletten auf tief ausgeschnittenen T-Shirts – Braunschweig hat sich schön gemacht für Andrea.
Und die weiß das zu schätzen. „Braunschweig, du bist da“, ruft sie in einem Regen aus bunten Luftschlangen den Menschen entgegen, „herzlich willkommen in meiner Traumwelt.“ Die kann sich sehen lassen, der Schweizer Musiker DJ BoBo hat sie entworfen, ist auch unterwegs für Regie und Choreografie verantwortlich. Fast 150 Crewmitglieder sind mit auf Tour, sorgen für den ganz großen Auftritt.
Die erfolgreichste Sängerin Deutschlands strahlt vom Meeresgrund, aus dem Weltall, von silbernen Bergen, aus fernen Milchstraßen, umfunkelt von Feuerwerk und Sternschnuppen. 3-D-Animationen lassen Seerosen um sie herumschwimmen, Wasserschildkröten ziehen ihre Kreise, ein ferngesteuerter Fisch schwebt durch das Hallenrund.
Laut, farb- und bildstark ist die Show, Tänzer der ersten Liga wirbeln durch die Deko. Alles da, alles glitzert, alles dreht sich um Andrea. Die ehemalige Krankenschwester ist dezent geschminkt, ohne Lippenstift, die Haare rot und lang, lässig, mädchenhaft. Wie eine Freundin quatscht sie mit den Fans in den ersten Reihen, erzählt im rheinischen Dialekt kleine Anekdoten. Ein Kumpeltyp – in sexy.
„Hoch auf dem Kilimandscharo, da liegt im Sommer noch Schnee. Und tief im Herzen, da spür' ich genau ... es tut immer noch weh “ – schon mit dem Opener sind wir bei der Sache. Und da bleiben wir auch. Zwischen Himmel und Hölle, Wahnsinn, Liebe, Lust und Leid.
Und immer wieder Discofox. In diesem Modus ist sie unschlagbar. Wenn es dagegen stiller, balladenhafter wird, muss man den Schlager schon sehr lieben, um ihr zu folgen. Und auf die Anleihen bei Reinhard Mey („Über den Wolken“) oder Peter Alexander („Die kleine Kneipe“) könnte sie gut ganz verzichten.
Andrea Berg ist am besten als Andrea Berg. „Die Gefühle haben Schweigepflicht“ oder – als ganz großer Abräumer zum Schluss – „Du hast mich tausendmal belogen“; da brennt die sprichwörtliche Hütte, da hängen mehr als 6000 Augenpaare an ihren Lippen – und ihren schönen Beinen.
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