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Ein funkelndes Best-of-Gropper

Abschied von Generalintendant Wolfgang Gropper: Mehr als 800 Gäste, viele Emotionen.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 20.06.2010

Braunschweig. Das gab es so noch nie: Volles Haus, die besten Inszenierungen, ganz viel Lob und eine Liebeserklärung vom Oberbürgermeister.

13 Jahre war Wolfgang Gropper Generalintendant am Braunschweiger Staatstheater. Am Freitagabend hieß es Abschied nehmen. „Was für ein trauriger Tag“, begann Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann seine Rede, „erst die Fußballkatastrophe und nun noch dieser Abschied.“ Und er lieferte auch gleich die Begründung, warum gerade dieser Abschied allen so schwer falle: „Wir Braunschweiger haben Sie geliebt – richtig geliebt.“ Donnernder Applaus von allen Rängen in dem im wahrsten Sinn des Wortes bis unters Dach besetzten Haus. „Ich verliere mit Wolfgang Gropper einen wichtigen Partner“, sagte Hoffmann und sprach von „vielen intensiven Gesprächen“ weit über das Thema Theater hinaus. „Unser Verhältnis war geprägt von Verlässlichkeit“, sagte Hoffmann.
Er dankte besonders auch Groppers Ehefrau, der Schauspielerin Annagerlinde Dodenhoff, die neben ihrem Leben als Ehefrau und Mutter auch selbst das Theater mit wunderbaren Rollen bereichert habe. Viel Glück wünschte Hoffmann der Familie in ihrem neuen Leben daheim in Bayern, „dem Stammland der Welfen“, wie Hoffmann betonte.
Von „Ehrerbietung und Anerkennung“ sprach die Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Johanna Wanka. Sie würdigte das Profil, das Gropper dem Staatstheater gegeben habe, lobte den von ihm gespannten Bogen zwischen Tradition und Moderne und den Mut, auch weniger bekannte Stücke zu spielen.
Das Tanztheater-Ensemble eröffnete das Best-of aus der Ära Gropper, die anderen Sparten folgten: „Macbeth“ und „And I love you so“, „Buddenbrooks“ und „König Lear“, „Der Rosenkavalier“ und „Nabucco.“ Gut vier Stunden lang spielte, sang und tanzte das Ensemble dem langjährigen Chef ein funkelndes „Noch-einmal-alles-Programm“, dazwischen gab es warmherzige Worte von Schauspieldirektorin Katja Ott, Autor und Freund Peter Schanz sowie Orchestervorstand Martin Weller.
Am Ende stand Wolfgang Gropper inmitten seines Ensembles im Goldregen und dankte den Menschen. Ein bewegter Mann – ein bewegender Abschied.
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