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E- und U-Musik verschmelzen zum besonderen Konzerterlebnis

Mitglieder der Jazzkantine probten zusammen mit dem Staatsorchester Braunschweig für das 3. Sinfoniekonzert in der Stadthalle. Foto: André Pause

Mehrere Hundert Schüler schauten sich Probe für das 3. Sinfoniekonzert in der Stadthalle an.

Von André Pause, 17.11.2013.

Braunschweig. Das Staatsorchester Braunschweig gemeinsam mit Mitgliedern der Band Jazzkantine auf der Bühne – geht das gut? Wir werden es erleben, am heutigen Sonntag um 11 Uhr sowie morgen um 20 Uhr beim 3. Sinfoniekonzert in der Stadthalle.

Die Zutaten der beiden musikalischen Sektionen sollen zum besonderen Konzerterlebnis verschmelzen. Dass der Austausch von E- und U-Musik ein richtig fruchtbarer sein kann, belegt das „Concerto for Group and Orchestra“, das der im vergangenen Jahr verstorbene Brite Jon Lord – heute eher als Keyboarder der Band Deep Purple bekannt, denn als Komponist klassischer Werke – 1969 mit dem Royal Philharmonic Orchestra einspielte.
Neben „Adagio for Strings op. 11“ von Samuel Barber und „Le sacre du printemps“ von Igor Strawinsky ist Jon Lords Komposition Bestandteil des 3. Sinfoniekonzerts. Die vorletzte Probe am Freitagmorgen, bei der dieser Part geprobt wird, lockt – mittlerweile traditionell – gleich mehrere Hundert Schüler in die Stadthalle.
Orchesterdirektor Martin Weller begrüßt die jungen Gäste und lässt ihnen mit seiner gut halbstündigen Einführung allerhand Wissen angedeihen, unterstützt durch Einspieler an der großen Videoleinwand. Einmal spielen dort Deep Purple das Freudenthema der neunten Symphonie Ludwig van Beethovens, dann fährt Martin Weller mit dem Laserpointer akribisch Note für Note die projizierte Partitur entlang. Erster Satz, erstes Thema Klarinette – so anschaulich bekommen die Schüler das wohl selten erklärt. Anschließend schreitet der musikalische Leiter Ernst van Thiel gemeinsam mit der Jazzkantine und dem Staatsorchester zur Tat. Und die Schüler? Reagieren unterschiedlich. Einige sind fasziniert, schauen gebannt nach vorne, einige spielen mit ihren Handys, machen Fotos oder filmen, andere wiederum lehnen sich an die Schultern ihrer Sitznachbarn. Applaus gibt es dann aber doch von allen.
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