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Die Voliere ist komplett

Der Club Eulenglück haucht dem Partytower am Gieseler neues Leben ein

Von André Pause, 4. August 2014

Braunschweig. Eine gefühlte Ewigkeit stand die Adresse Gieseler 3 für Musikkultur abseits des Mainstreams. Dann wurde das Merz zum Capitol und – was das einstige Konzept anbelangt – der Bock zum Gärtner gemacht.

Mit der Eröffnung des Clubs Eulenglück am vergangenen Sonnabend hat Diskothekenbetreiber Tim Lemke das Erdgeschoss des Partytowers sozusagen wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt.
Musikalisch ergibt sich dadurch eine 180-Grad-Kehrtwende: Charts sollen im Eulenglück gar nicht laufen, dafür steht tanzbare Musik verschiedenster Couleur auf dem Programm, im Schwerpunkt soll es elektronisch werden.
Geöffnet ist „die Eule“ – nach „Pfau“ und „Schwanensee“ die dritte Location mit Vogelnamen im Haus – jeweils von Mittwoch bis Sonnabend (diese Woche allerdings erst ab Donnerstag). Vor allem unter der Woche möchte Lemke künftig mit speziellen Events und kleinen Konzerten vermehrt studentisches Publikum ansprechen.
Optisch ist die Location – im positiven Sinne – kaum wiederzuerkennen. Der Club wirkt, obwohl überwiegend in rotes Pufflicht getaucht, insgesamt offener und größer als zuvor. Durch den Eingangsbereich am Kalenwall gelangen die Gäste zunächst in den durch Sonnenschirme geschützten Biergarten. Um die Tische herum dienen neben Stühlen auch Europaletten als Sitzgelegenheit. Getreu dem Motto „Bier & Bratwurst & Big Beats“ gibt es im Außenbereich auch eine separate Getränkeversorgung. Im Inneren wurden eine große Bar sowie zwei kleinere Theken errichtet. Der neu erschlossene ehemalige Eingangsbereich am Gieseler erinnert jetzt an eine urige 70er-Jahre-Bierkneipe, dekoriert mit allerlei Bildmaterial, welches mehr oder weniger prominente Zeitgenossen von Rokko Schamoni bis Jerry Seinfeld zeigt.
Die große loungeartige Getränkestation im Zentrum wird flankiert durch einen Bereich, in dem an der Nintendo-Konsole Mario Kart gespielt werden kann. Die Tanzfläche im hinteren Teil des Clubs ist dagegen weitestgehend unverändert geblieben. Abgetrennt werden können die Räume nach Bedarf durch Hotelschiebetüren. Belebt wurde auch das Untergeschoss. An zwei Tischen kann hier nun kostenlos (Bälle gegen Pfand) und nach Herzenslust gekickert werden.
Zur Eröffnung platzte das Eulenglück zu vorgerückter Stunde gleich mal aus allen Nähten. Entsprechend zufrieden zeigte sich Betreiber Tim Lemke mit dem ersten Abend.
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