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Die spanische Seite vom neuen Jahr

Neujahrskonzert in der Stadthalle – Staatsorchester spielt unter José Luis Dominguez in der ausverkauften Stadthalle

Von Ingeborg Obi-Preuß

Braunschweig. Manchen Gästen kam es spanisch vor, aber die meisten waren begeistert: Unter dem Titel „Rhapsodie Espagnole“ spielte das Staatsorchester ein temperamentvolles Neujahrskonzert.

„Wir hätten es lieber etwas beschwingter gehabt“, sagte ein Besucher beim anschließenden Neujahrsempfang, „und zumindest als Zugabe hätte der Radetzky-Marsch kommen müssen“, fügte ein anderer Gast hinzu. Kam aber nicht – und das war gut so.
Ganz neue Töne schlug der chilenische Dirigent José Luis Dominguez an. „Danzón Nr. 2“ hieß es zum Auftakt, ein Werk von Arturo Márquez, bei uns relativ unbekannt, aber in Mexiko die „zweite Nationalhymne“.
Das typisch spanische Kolorit erreicht Dominguez durch den fein differenzierten Einsatz folkloristischer Elemente. Die dem Abend den Namen gebende „Rhapsodie Espagnole“ von Maurice Ravel wechselt zwischen entfesselten dynamischen Abschnitten, die Verknüpfung von Tanz und Traum gelingt hinreißend. Die Musiker zeigten sich von ihrer besten Seite: harmonisch in den temperamentvollen Tutti der „Carmen-Suite Nr.1“, einfühlsam in den leiseren Passagen. Die Streicher spielten klar akzentuiert, die Bläser zeichneten sich durch ein sehr hohes Maß an Akkuratesse und Genauigkeit aus.
Zum Schluss noch, als heftig erklatschte Zugaben, der España-Walzer von Emil Waldteufel und Manuel de Fallas fulminanter, atemberaubender „Feuertanz“. Perfecto.
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