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„Die Jugend kommt zu kurz“

Auch auf dem Summertime-Festival in Wolfenbüttel zu hören: Die Band Satellite Stories aus Finnland. Foto: Veranstalter (Foto: Veranstalter)

Summertime-Festival am Sonnabend (14. September) möchte Wolfenbüttel auffrischen.

Von Falk-Martin Drescher, 10.09.2013

Wolfenbüttel. Weil es in der Stadt zu wenig Angebote für Jugendliche gab, nahmen sie das Zepter selbst in die Hand. „Die Musikszene ist sehr ausgestorben, meist gibt es nur Veranstaltungen für Ältere“, erläutert Dwayne Roberts, Initiator des Summertime-Festivals am Sonnabend.

Roberts spricht klare Worte: „Die Jugend kommt in Wolfenbüttel zu kurz.“ Bereits seit der ersten Ausgabe des Festivals im Jahr 2011 fungiert die Stadtjugendpflege als Veranstalter und Förderer. Die Jugendlichen selbst nehmen das Angebot wiederum zunehmend an und lassen das Festival und die Ideen drumherum wachsen.
Die Genres – eine Mischung aus Indie, Rock, Pop und Electro – sind auf den Geschmack von Roberts zurückzuführen, „allerdings bin ich sehr verbunden mit der Musik, habe selber in Bands gespielt und bin leidenschaftlicher Hörer“, sagt er über sich. Neben neuen Geheimtipps aus der Musikwelt wirft er natürlich immer auch einen Blick auf mögliche Bands, die die breite Masse ansprechen könnten.
Zu den Headlinern zählen in diesem Jahr unter anderem die Fotos. Die Jungs, die vor einigen Jahren Niedersachsen beim Bundesvision Song Contest vertraten, erfrischen mit Indie-Pop-Rock und sind mit ihrem zuletzt veröffentlichten Album „Porzellan“ unterwegs. Ein – passend zum Festivalnamen – sommerlich-gutes Gefühl gibt auch Is Tropical aus Großbritannien. Unter Vertrag sind sie bei dem namhaften Pariser Label Kitsuné, das unter anderem auch Bloc Party, Boys Noize, Digitalism und Icona Pop in ihren Reihen hat. Satellite Stories, die laut eines Musikmagazins als „die Party-Band des Jahres 2012“ gelten, sind ebenfalls mit von der Partie. Im November veröffentlichen die Finnen mit „Pine Trails“ ihr neues Album, die erste Single – „Campfire“ – erweist sich schon jetzt als eingängiger Indie-Ohrwurm à la Two Door Cinema Club.
Neben reichlich musikalischer Unterhaltung bietet das Summertime-Festival auch ein eigenes „Artcamp“. In ihm präsentieren einige Künstler ihre Werke. „Das ‚Artcamp‘ wird sich in diesem Jahr auf jedem Quadratmeter des Geländes breitmachen“, verrät Roberts vorab. Eine Neuerung in diesem Jahr ist die Poetry Slam-Gala und Lesebühne. Mit dabei sind etwa der Schriftsteller Armin Sengbusch, Slammerin Mona Harry und Moderator Dominik Bartels.
Für das Festival wünscht sich Initiator Roberts, „dass es in der Festivallandschaft noch viele Jahre seinen Platz hat, stetig jede Menge freudige Besucher und ein angenehmes Wachstum – seine gemütliche Atmosphäre soll es schließlich bewahren.“ Auch sei ihm der gemeinnützige Zweck wichtig. Neben unterstützten Projekten wie Viva Con Agua de Sankt Pauli steht auch hinter dem Festival selbst ein gemeinnütziger Akteur: Der Non-Profit-Music-und-Art-Verein. „Man kann viel Spaß haben und gleichzeitig etwas Gutes bezwecken“, ergänzt Roberts.
Informationen zu dem Festival sind auf www.summertimefestival.de und www.facebook.de/summertimefstvl zu finden. Tickets gibt es an der Konzertkasse, Schild 1a.
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