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Die ganze Welt des Turnens

Circolombia aus Kolumbien. Foto: T.A.
 
Ein Hauch von Afrika: Die New Power Generation mit ihrer Akrobatik-Nummer „Zebralution“. Foto: Thomas Ammerpohl

Knapp 20 000 Zuschauer sahen in drei Shows das Feuerwerk der Turnkunst in der VW-Halle.

Von Martina Jurk, 26.01.2014.

Braunschweig. Sie sprechen eine Sprache: Esperanto. Die der Völkerverständigung dienende Kunstsprache war das Motto des diesjährigen Feuerwerks der Turnkunst. Insgesamt knapp 20 000 Zuschauer in drei Shows erlebten eine Weltreise, die ihresgleichen suchte.

Die VW-Halle dreimal hintereinander voll zu bekommen (Freitagabend und gestern Nachmittag und Abend) schafft eigentlich nur Mario Barth. Eigentlich. Denn die erfolgreichste Turnshow Europas ist seit 27 Jahren ein Zuschauermagnet. Auch nach so vielen Jahren geht das Konzept auf, das Publikum zu faszinieren. Auch deshalb, weil sich die Show immer wieder neu erfindet.

Esperanto: Die 90 Sportler, Artisten und Akrobaten sprachen eine Körpersprache, brachten ihre Botschaft dennoch auf ganz unterschiedliche, atemberaubende Weise zum Ausdruck. Ob die kanadischen Weltklasse-Rhönradturner mit ihren in verschiedenen Farben leuchtenden Cyr-Wheels und dem mehrdimensionalen Rhönrad „Zig“, ob die New Power Generation mit ihrer Akrobatik-Nummer „Zebralution“, ob Circolombia aus Kolumbien mit ihrem hiphoppigen Schleuderbrett-Act, ob Narendra Gade aus Indien mit der bei uns völlig unbekannten Form des Turnens am „Indian Pole“, ob die jungen Dänen von „Jumping DNA“ auf der Tumblingbahn und dem Minitrampolin, oder ob „Fate Fusion“, dem ersten Rollstuhl-Partnerakrobatik-Duo Deutschlands – sie alle zeigten etwas Besonderes. Turnerische Spitzenleistung und hochklassige Akrobatik, tolle Musik und eine spektakuläre Lichtshow machen den Erfolg des „Feuerwerks“ aus. Die Mischung macht‘s.

Und das Lokalkolorit nicht zu vergessen. Eröffnet wurden die Shows in diesem Jahr von den „Rhythmischen Füßen“ des MTV Braunschweig. Die von Marlis Rolser trainierten kleinen und jungen Gymnastinnen gewannen sofort die Sympathie der Zuschauer. Ebenso die Hip-Hop-Gruppe „Dmax“ des SV Lindenberg.

Auf die Grundelemente des Turnens setzt das „Feuerwerk“ immer. Die Spitzenturner Artem Ghazarian und Thomas Greifenstein sind längst „alte Bekannte“. Diesmal zeigten sie an Reck und Barren ihr Können. Auch die Turner der Aomori University kommen gern wieder. Die Japaner sind die weltbeste Gruppe in der Rhythmischen Sportgymnastik der Männer. Am Boden und Schwebebalken zeigte die Russin Anna Pavlova klassisches Turnen per Excellance. Die Zuschauer waren völlig aus dem Häuschen bei Rui Ling, der das Turnen an den Ringen auf seine ganz eigene Art vortrug.

Der Schweizer Claude Criblez war das verbindende Element der Show. Sein Dialekt und seine Gelassenheit, mit der er seine „gemischte Raubtiernummer“ – mit Helium gefüllte Ballontiere – versuchte, war einfach entzückend. Wer dabei nicht lachen musste, dem war nicht mehr zu helfen.

Braunschweig war die letzte Station der Esperanto-Tournee durch 20 deutsche Städte. Insgesamt 32 Shows liegen hinter dem Team. Auch im nächsten Jahr gibt es wieder ein „Feuerwerk der Turnkunst“ unter dem Motto „Vertigo“.
In Braunschweig findet es am 24. und 25. Januar statt. Karten können bereits online gebucht werden unter www.feuerwerkderturnkunst.de.
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