Anzeige

Die Finalisten stehen fest

Konzert mit Qult und Mädchen am 27. Oktober

. Von Marion Korth, 17.10.2012

Braunschweig. Nach neun Talentschuppen-Konzerten stehen die beiden Finalisten, die bei der Braunschweiger Funkausstellung am 27. Oktober in der VW-Halle noch einmal alles geben müssen, fest: die Indie-Rock-Gruppe Mädchen und die Rapper von Qult.

Zum Abschlusskonzert ab 20 Uhr sind alle Braunschweiger bei freiem Eintritt eingeladen, um beide Gruppen noch einmal live auf großer Bühne im Rahmen der Funkausstellung zu erleben. Diesmal wird keine Jury durch ihre Bewertung zum Gesamturteil beitragen, allein mittels Applausometer wird das Votum des Publikums abgefragt, wer als Sieger des nB-Talentschuppens gekürt werden soll.
Manchmal ist es nur ein Gefühl, aber eines, das einen nicht trügt. Der Auftritt der drei Jungs von Mädchen war jedenfalls so überzeugend, dass für einige bereits im Juni so gut wie feststand, dass diese erfrischende Formation es doch bitte bis ins Finale schaffen muss. So ist es geschehen. „Das Trio, das in ungewöhnlicher Besetzung, ohne Gitarre, nur mit Drums, E-Piano und Bassgitarre auf der Bühne stand, sorgte schon mit seinen ersten Tönen, einer ironischen Verbeugung vor den Trashdiven Tic Tac Toe, für einige überraschte Gesichter – und legte dann ein energiegeladenes Set hin, das handwerklich und in Sachen Entertainment keine Wünsche offen ließ. Musikalisch verspielt durch sämtliche Stilrichtungen flanierend, mit smarten deutschsprachigen Texten und ein regelrechtes Zitategewitter abfeuernd, das von David Hasselhoff bis Laserkraft 3D reichte und in einem Mitsing-Mashup aus Phil Collins‘ ’In the Air Tonight’ und Vanilla Ice‘ ’Ice Ice Baby’ gipfelte, zogen die drei Endzwanziger alle Register. Besonders Sänger und Pianist Oliver Timpe, ausgebildeter Musicaldarsteller, überzeugte gleichermaßen an den Tasten und als Unterhalter“, so urteilte nB-Mitarbeiter Christoph Matthies nach dem Konzertauftritt von Mädchen. Und über Qult stand in der nB zu lesen: „Die Rapper der Gruppe Qult brachten in jedem ihrer Songs eine klare Botschaft rüber, entwarfen reimend und rappend ihre Vorstellung eines toleranten Miteinanders. In ihren Texten bringen sie unters Volk, was ihnen wichtig ist: humanistische Werte, Toleranz, soziale Gerechtigkeit. Das war gut gemacht, Beats, die ins Ohr gehen, und ’krass korrekte’ Inhalte.“
Die musikalische Vielfalt, die sich auch jetzt im Finale wiederfindet, war für die ganze Talentschuppen-Konzertreihe Programm. „Schön war dieser Mix. Punkrock, Rap oder Singer/Songwriter, alles war vertreten“, zieht nB-Anzeigenverkaufsleiter Jens Richwien, bei dem organisatorisch viele Fäden zusammengelaufen waren, am Ende Bilanz. Bands, Technik und Location fanden im Talentschuppen, zu dem Michael Sander, mit Bruder Stefan Sander einer der beiden Radio-Ferner-Inhaber, die Idee hatte, wunderbar zusammen. „Das war eine tolle Veranstaltung, die viel Spaß gemacht hat. Mich hat die Qualität der Gruppen durchweg überzeugt“, sagt er. Die Arbeit, aus seinem Geschäft immer wieder einen kleinen Konzertsaal zu machen, hätte sich gelohnt. Etwas mehr Publikum hätte er sich allerdings für die Gruppen gewünscht.
Georg Hentschel, Geschäftsführer der Live Audio Event Technic GmbH aus Braunschweig, hatte am perfekten Auftritt der Newcomer keinen geringen Anteil, im Hintergrund hat er alles „geregelt“ und mit seinem Team für die nötige Verstärkung gesorgt. Keine Selbstverständlichkeit, wie Sander betont: „Ich habe nicht damit gerechnet, mit wie viel Idealismus hier auf so einer kleinen Bühne ein solcher professioneller Aufwand getrieben worden ist. Das war große Klasse.“
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.