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„Die Europa“ für John Hurt

Brite erhielt Schauspielpreis des Filmfestes – Der Film „The Clown“ gewann den Publikumspreis

Von Jens Radulovic, 18.11.2009

Braunschweig. Rund 22 000 Zuschauer besuchten die Veranstaltungen des 23. Internationalen Filmfestes, das mit der Preisverleihung im Staatstheater einen feierlichen, wenn auch nicht ganz reibungslosen Abschluss fand.

Von Versprechern des Moderators Peter Twiehaus bis zu technischen Problemen, die zur Vorführungsverlegung der ausgezeichneten Filme ins Cinemaxx führten: Fortuna meinte es nicht gut mit der Preisverleihung.
Preisträger John Hurt nahm die organisatorischen Schwierigkeiten allerdings mit Humor: „Ich freue mich, heute hier sein zu dürfen und die Organisation eines deutschen Festivals mitzuerleben.“ Dem britischen Darsteller wurde der mit 10 000 Euro dotierte Schauspielpreis „Die Europa“ für seine herausragenden künstlerischen Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkunst verliehen.
Die meisten Filmfreunde werden den britischen Schauspieler allerdings eher mit Rollen aus Hollywood-Blockbustern in Verbindung bringen. Filmgeschichte schrieb er als erstes Opfer des „Alien“ im gleichnamigen Film mit einer Szene, in der ihm das Alien aus dem Bauch heraus bricht.
Zwei Oscar-Nominierungen und zwei Golden Globes (als bester Nebendarsteller für „12 Uhr nachts – Midnight Express“ und als bester Hauptdarsteller für „Der Elefantenmensch“) sind nur einige seiner Ehrungen. „Kein Preis ist klein. Jede Auszeichnung bedeutet, dass sich Menschen mit meinem Schaffen auseinandergesetzt haben“, weiß Hurt allerdings jeden Preis zu schätzen.
„Ich durfte mein ganzes Leben der Tätigkeit nachgehen, die ich machen wollte. Und wenn ich dann für meine Arbeit von Ihnen ausgezeichnet werde, ist das die größte Freude“, bedankte sich der 69-Jährige, der nach eigener Aussage sein Schauspieldebüt im Alter von neun Jahren in einer Schulaufführung gab, bei der Jury. Auch für Braunschweig fand er lobende Worte: „Ich bin erstmals in Braunschweig. Die Menschen hier sind wirklich sehr liebenswürdig und hilfsbereit.“
Der mit 10 000 Euro dotierte Publikumspreis „Der Heinrich“ ging in diesem Jahr an „The Clown“ von Regisseur Marco Ponteco. Der Film beruht auf dem Leben des französischen Straßenclowns Miloud Oukili, der 1992 nach Bukarest reist und dort ein Zirkusprojekt mit Straßenkindern gründet. Die dänisch-französische Produktion „Sois sage“ von Regisseurin Juliette Garcias erhielt den deutsch-französischen Jugendpreis „Kinema“, der KurzfilmMusikpreis „Der Leo“ ging an den ungarischen Film „Mama“ von Regisseur Géza M. Toth mit der Musik von Attila Pacsay.
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