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„Der Weg ist noch nicht vorbei“

Dr. Annette Boldt-Stülzebach, Leiterin des Kulturinstituts und ihre Mitarbeiter Wolfgang Hartwig (links) und Sven Mertens. Foto: Thomas Ammerpohl

25 Jahre Wiedervereinigung – Ausstellung bis 17. Oktober im Blauen Saal im Schloss.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 03.10.2015.

Braunschweig. „25 Jahre Wiedervereinigung – da stellte sich für uns die Frage: Was können wir machen? Was und für wen?“ Dr. Annette Boldt-Stülzebach und ihr Team haben eine Antwort gefunden. Die Ausstellung „Der Weg zur Deutschen Einheit“ ist ab sofort bis zum 17. Oktober im Blauen Saal zu den Öffnungszeiten montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Texte sowie über 150 Fotos und Faksimiles auf zwanzig hochformatigen A1-Tafeln zeichnen, beginnend bei der friedlichen Revolution in der DDR, die innerdeutsche Entwicklung wie die diplomatischen Verhandlungen nach, die am 3. Oktober 1990 die Wiedervereinigung ermöglichten.
„Gerade im Gespräch mit meinem 22-jährigen Mitarbeiter Sven Mertens habe ich gemerkt, wie abstrakt das Thema Wiedervereinigung für junge Menschen ist“, sagt Boldt-Stülzebach. Die Leiterin des Kulturinstituts hat deshalb ganz bewusst die jetzt gezeigte Ausstellung gewählt, die die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Auswärtige Amt entwickelt haben.
Über QR-Codes kann auf 18 Videopodcasts – beispielsweise eine Rede vom damaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher, oder bewegende Erzählungen von Zeitzeugen – zugegriffen werden. „Eine Möglichkeit, die besonders jungen Besuchern den Zugang erleichtert“, hofft Boldt-Stülzebach.
Vor allem Schulklassen lädt sie ein, das Angebot zu nutzen. „Die Lehrer können mit ihren Schülern hier einfach zu den Öffnungszeiten vorbeikommen, ohne Anmeldung, ohne Eintritt“, lockt die Leiterin in den Blauen Saal im Schloss.
Aber auch alle anderen sind ihr herzlich willkommen. „Ich wünsche der Ausstellung viele Besucher, weil ich weiß, wie interessiert die Braunschweiger an diesem Thema sind“, weiß Boldt-Stülzebach. Die Stadt sei durch ihre Grenzlage auf eine ganz besondere Weise durch die deutsche Teilung geprägt. „Und deshalb gefällt mir auch der Ausstellungstitel ‘Der Weg zur deutschen Einheit’ so gut“, erklärt Boldt-Stülzebach, „denn dieser Weg ist noch lange nicht vorbei.“
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