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Denkmaltag auf dem Holzweg

Fachwerkhäuser, Kunstschätze, Bauklötze: Tag des offenen Denkmals zum Thema Holz.

Von Marion Korth, 05.09.2012.

Braunschweig. Stadtheimatpfleger Reinhard Wetterau ist überglücklich, die Vorgabe des Themas „Holz“ für den 17. Tag des offenen Denkmals lässt ihn aus dem Vollen schöpfen. Das drückt sich auch in einer Rekordbeteiligung aus, 16 Stationen zeigen, welch tragende Rolle Holz in unserem Leben spielt.

„Wir gehen in eine Kirche, aber die Besonderheiten sehen wir nicht“, sagt Wetterau. Der Tag des offenen Denkmals ist für ihn und all die vielen Unterstützer, die am kommenden Sonntag (9. September) sonst verschlossene Türen öffnen, Vorträge halten und Führungen anbieten, die Gelegenheit, „den Blick auf das Erhaltenswerte zu lenken“. Davon gibt es in einer Stadt wie Braunschweig mit all ihren Fachwerkhäusern, Orgeln und Kunstschätzen mehr als genug. Reinhard Wetterau ist nicht nur im Hintergrund als Organisator tätig, sondern wird zweimal am Sonntag, ab 11 und ab 13 Uhr, die Fachwerkhäuser in Riddagshausen zeigen. Sein persönliches Lieblingshaus, das aus dem Weserdorf Warbsen versetzte „Warbsenhaus“, ein prächtiges bäuerliches Fachwerkgebäude, wird auch darunter sein.
Um das Thema Holz von der Wurzel aus anzugehen, muss man aber eigentlich im Waldforum Riddagshausen beginnen, wo ab 14 Uhr nicht nur Niedersachsens ältestes Arboretum besucht wird, sondern bei einer Familienführung alles über „Bauholz fürs Denkmal“ erzählt und gezeigt wird. Fast nebenan, in der Klosterkirche, dürfen Besucher der Kirche aufs Dach steigen (14 und 16 Uhr), Kantor Karras wird ab 17 Uhr alte Musik mit alten Holzinstrumenten erklingen lassen und um 21 Uhr beginnt eine Führung bei Kerzenschein.
In der Tischlerei Brosch in Ölper wird die Holzverarbeitung praktisch gezeigt, Kinder können Bauklötze sägen und selbst unter die Baumeister gehen. An insgesamt sieben Stationen werden spezielle Aktionen für Kinder angeboten.
Das Ausstellungszentrum Hinter St. Aegidien ist „Dem Holzwurm auf der Spur“ und ermöglicht ab 13 Uhr den Werkstattbesuch in der Holzrestaurierung des Landesmuseums. Eine echte „Schatzkammer“, so Wetterau, ist das Holzmagazin der Bezirksarchäologie in der Husarenstraße 75, wo unter anderem Braunschweigs ältester Baukran noch aus Zeiten Heinrichs des Löwen aufbewahrt wird (Führungen um 11, 14 und 16 Uhr).
Ein besonders repräsentatives Holzprodukt steht bei einer Führung ab 11 Uhr (Treffpunkt Am Wendentor 3) im Mittelpunkt – es geht zu historischen Haustüren.
Alle Stationen, die am 9. September geöffnet sind, sind im Programmheft aufgeführt. Die Broschüre ist in der Bürgerberatung im Rathaus, in der Tourist-Info am Burgplatz sowie in den Museen erhältlich. Die Übersicht ist auch im Internet zu finden unter: www.tag-des-offenen-denkmals.de.
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