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Dauerbrenner Dichterschlacht

Slammer Tobias Kunze. Foto: Andreas Reiffer/oh

Poetry Slam-Meisterschaften in der Region am 27. und 28. September – Crowdfunding.

Von Falk-Martin Drescher, 14.08.2013

Braunschweig. Dichterschlacht in der Region: Am 27. und 28. September finden in Braunschweig, Wolfsburg und Helmstedt die Niedersächsisch-Bremischen Poetry Slam-Meisterschaften statt. Die Sterne stehen gut, dass selbst die Finalshow bis auf die letzte Karte ausverkauft sein wird.

Obwohl die Poetry Slam-Szene in der Region sich als sehr ausgeprägt und aktiv beweist, besteht mitunter immer noch Erläuterungsbedarf. Bei dem Poetry Slam, auch Dichterschlacht oder Dichterwettstreit genannt, treten Slammer innerhalb eines Wettbewerbs mit selbst geschriebenen Texten gegeneinander an. Doch der Text wird nicht nur vorgetragen – er wird inszeniert. Die Zuschauer küren schließlich den Sieger.
Die regionalen Slam-Organisatoren, Poppin‘ Poetry, haben sich bereits vor einiger Zeit für die Austragung der Niedersächsisch-Bremischen Poetry Slam-Meisterschaften beworben. Eigentlich für das Jahr 2014. Da die Bremer, die eigentlich den Zuschlag für dieses Jahr erhalten hatten, aus organisatorischen Gründen als Veranstalter zurücktreten mussten, zog Poppin‘ Poetry um ein Jahr vor.
Die Meisterschaften selbst finden nun am 27. und 28. September (Freitag und Sonnabend) in Helmstedt, Wolfsburg und Braunschweig statt. In den drei Städten wird es am Freitag jeweils eine Vorrunde geben, wobei der Slam im Helmstedter Brunnentheater bereits restlos ausverkauft ist.
Am Sonnabend gibt es am Nachmittag im Roten Saal noch einen Nachwuchs-Slam, üblicherweise „U20 Finale“ genannt, um 19.30 Uhr laden die Initiatoren zum Finale in das Große Haus des Staatstheaters.
„Die Region Braunschweig blickt auf einen recht lange Tradition in Sachen Poetry Slam zurück“, erzählt Initiator Patrick Schmitz. Der erste Braunschweiger Slam fand bereits im Jahr 1998 statt. Doch auch die regionale Szene plagt Abwanderungssorgen: „Entweder die Slammer beginnen ein Studium und verlassen aus diesem Grunde die Stadt, oder sie haben ihr Studium beendet und gehen, um irgendwo anders einen Job anzutreten“, erläutert Schmitz. Das ist in diesem Jahr anders: Erstmals hat die Region studienbedingt Slammer dazu gewonnen. Zu den aktiven hiesigen Slammern zählen Talente wie Helen Berthold, Finn Bostelmann, Marcel Pollex, Sven Olinski und Fabian Wolf.
Neben der bewährten Sponsorensuche mussten die Organisatoren aufgrund des knappen Zeitplans noch nach neuen Kanälen für eine gesicherte Finanzierung des Vorhabens suchen. Entschieden haben sie sich deshalb ergänzend für eine Art „analoges Crowdfunding“.
Dabei wollten sie ihr Projekt nicht auf den einschlägigen Internetportalen vorstellen, sondern es lieber verstärkt in der Region verankern. Es wurden kleine Förderpakete geschnürt, die etwa einen bedruckten Jutebeutel, zum Thema passende Lektüre lokaler Verlage oder auch einen Slam-Kapuzenpullover beinhalten. Erhältlich sind sie im Café Riptide, KingKing Shop oder online unter www.verlag-reiffer.de.
Informationen zu den Meisterschaften und dem Ticketverkauf sind unter www.poetry-slam-braunschweig.de zu finden.
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