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Das eigene Fußballteam nach vorn bringen

Andreas Kunze (2.v.r.) fühlt sich im Rollei-Zentrum für Existenzgründer, hier im Foyer an einer spektakulären Skulptur, sehr wohl. „In Braunschweig habe ich ideale Voraussetzungen für die Umsetzung meiner Ideen vorgefunden“, sagt er. Über die Unternehmensansiedlung freuen sich Oliver Syring und Standortleiterin Heidi Opiela (v.l.) sowie Joachim Roth (r.). Foto: Daniela Nielsen

Unternehmen siedelt sich in Braunschweig an, das das Simulationsspiel „Onlineliga.de“ entwickelt – Impuls für Kreativwirtschaft.

Von Martina Jurk, 17.11.2013.

Braunschweig. Als Teammanager die eigene Fußballmannschaft bis in die Bundesliga führen – davon träumt wohl jeder Fußballbegeisterte. Das wird bald möglich – virtuell im Simulationsspiel „Onlineliga.de“. Andreas Kunze gründete mit dieser Idee ein Unternehmen in Braunschweig, das für Furore sorgen könnte.

Der 42-jährige Kunze und seine drei Mitarbeiter sind die jüngsten Mieter im Rollei-Zentrum für Existenzgründer. Seit Oktober arbeiten sie an der Realisierung der Idee. Dabei haben sie einflussreiche Unterstützer: die Wirtschaftsförderungsgesellschaften Braunschweig Zukunft GmbH und die Allianz für die Region. Ihnen war es wichtig, das Unternehmen in Braunschweig anzusiedeln. „Davon könnte ein neuer Impuls für die Kreativwirtschaft ausgehen, in der die Software-Entwicklung für Computer- und Onlinespiele ein immer wichtigerer Bereich wird“, sagte Joachim Roth, Wirtschaftsdezernent und Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH. Das Engagement der beiden Förderungsgesellschaften reicht von der Suche nach passenden Räumlichkeiten über finanzielle Starthilfe bis hin zur Einbindung in lokale Netzwerke. „Diese helfen uns bei der Organisation des Vertriebs“, meinte Kunze. Viele gute Ideen lägen bei Leuten in den Schubladen, aber niemand kenne sie. Vertrieb sei das A und O, um das Produkt bekanntzumachen.
Die Geschichte des Firmenchefs Andreas Kunze könnte irgendwann den Stoff für einen Film liefern. Bereits während der Schulzeit programmierte er das erste Computerspiel. Nach dem Abitur fand er keinen geeigneten Studienplatz. Also machte er sich selbstständig und gründete 1996 in Hannover die Agentur Toygardens für digitale Medienproduktion.
Und so soll es funktionieren: Jeder Nutzer kann einen Fußballverein gründen, und zwar dort, wo er wohnt. Er hat ein virtuelles Stadion und kann aktiv Spieler gewinnen. Er kann seine Stadt oder seine Region weiter nach vorn bringen. Über die Zahl der Aufstiegsplätze entscheiden Städte- und Länderrankings. Der zweite Teil ist dann das Fußballspiel. Spieler können von anderen Vereinen abgeworben werden. Es gibt einen Transfermarkt und Spielerbewertungen. „Es ist also mehr als ein Spiel. Es ist Fußball im Internet und geht über das hinaus, was es am Markt gibt“, erklärt Andreas Kunze. In der ersten Hälfte des nächsten Jahres soll „Onlineliga.de“ an den Start gehen.
„Es ist eine ganz besondere Gründung. Wir sind stolz, das Unternehmen nach Braunschweig geholt zu haben“, sagte Oliver Syring, Geschäftsführer der Allianz für die Region GmbH.
Das Team der Online Football Association soll weiter wachsen. Gesucht werden Programmierer und Grafiker.
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