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Cityjazznight: Energie pur

Der achte Festivalrundgang zog gestern Abend viele tausend Besucher in die Innenstadt.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 19.06.2011

Braunschweig. Frisch, innovativ, lebendig: Die Cityjazznight zeigte gestern beim inzwischen achten Rundgang, dass sie sich jedes Jahr neu erfinden kann.

„Es ist immer wieder schön anzusehen, welch bunt gemischtes Publikum der Festivalrundgang von Jung bis Alt anzieht, und wie wir gemeinsam die Livekonzerte erleben“, sagte Cheforganisator Matthias Lanzer zum Start in die Jazznacht. Monatelang hatte er mit seinem Team die Künstler ausgesucht, bis schließlich das Rundgangprogramm stand.
Und die Auswahl ist überzeugend. Die Musik ist abwechslungsreich und vielschichtig, es gibt Jazz, Blues, Boogie und ganz viel dazwischen. Gleich zu Beginn serviert Little Willie Littlefield gute Laune am Klavier im BS-Energy-Café. Der alte Mann in Jeans und gemustertem Jackett sprüht vor Energie, flirtet mit dem Publikum, grinst breit, erzählt wilde Geschichten. Und singt so schön. Das Publikum liegt ihm zu Füßen.

Schräg und druckvoll der Jazznight-Auftakt im Kleinen Haus: Son of Dave – eine sehr spezielle Performance.
Der Mann im Pyjama und goldfarbenem Bademantel grummelt und brummelt ins Mikrofon, nestelt an den Kabeln, stampft mit dem Fuß. Und plötzlich legt er los, Ebene für Ebene fügt er die Klänge zusammen, spielt komplexe Kompositionen mit viel Blues und seinem eigenen Groove. Und vor allem mit einer sensationellen Stimme.
Auch Tango Transit machen im Foyer der Landessparkasse von Anfang an viel Druck. Witzig moderiert Martin Wagner zwischen den virtuos gespielten Stücken aus improvisierter Musik um einen Kern aus Tango. Ein außergewöhnliches Trio mit viel Spielfreude. Nur die Atmosphäre in der weitläufigen Rotunde ist etwas kühl, vielleicht könnte da mit etwas lauschigerem Licht nachgeholfen werden.
In der Haifischbar dagegen war es so eng, dass die Gäste dicht zusammen standen und so direkt einen mitklatschenden Fanblock vor Henning Pertiet und Moritz Zopf bildeten. Riesenstimmung bei Blues und Boogie Woogie der 30er und 40er Jahre. Auch in der Galerie Jaeschke ging es sofort temperamentvoll los. Das Mario Adler Quartett war schon im vergangenen Jahr dabei, die Fans der Gipsy-Jazzband waren sofort wieder am Start.
Etwas leiser die Jazzkantine im Haus der Wissenschaft. „Deutsches Liedgut quer durch den Garten“, kündigte Christian Eitner an, dazu las Autor Peter Schanz sinnige und launige Texte. Jazz der anderen Art.
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