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City Jazz Night: Lässig und cool

Jazzfestival feierte gestern fünften Geburtstag

Von Ingeborg Obi-Preuß

Braunschweig. „Are you ready for a good time?“ Sänger Wilson Michaels begrüßte ungemein lässig die Gäste im Kleinen Haus. Der Gig des Künstlerkollektivs „Sonar Kollektiv Orchester“ war der Auftakt für eine lange City Jazz Night.

„240 Musiker, 500 Bewerbungen, 250 Helfer“, machte Jazzkantinenchef Christian Eitner als Veranstalter die Dimension des Festivals deutlich. „Fünf Jahre City Jazz Night, wir feiern heute ein kleines Jubiläum“, sagte er mit stolz.
Der traditionelle Festival-Rundgang wurde noch kompakter gestaltet, die meisten Spielorte doppelt besetzt. Das macht es einfacher. Wenn auch nur etwas, denn bei dem unglaublichen Angebot, war es schon schwierig, sich zu entscheiden. Das „Sonar Kollektiv Orchester“ im Kleinen Haus, das äußerst coole und virtuose „Radio String Quartet“ oder doch lieber „Tom Blacksmith and The Soulminers“ in der Fußgängerzone. Auch die „gute Seele der Kultur“ (O-Ton Christian Eitner) gratulierte dem Festival. „Diese City Jazz Night trägt zum Flair einer Großstadt bei“, sagte Dr. Anja Hesse, Leitende Direktorin des Fachbereichs Kultur. „Als ich vor 30 Jahren von einem kleinen Dorf nach Braunschweig kam, hatte diese Stadt den Titel Großstadt kaum verdient“, blickte sie zurück. Allerdings habe damals auch Christian Eitner noch in einer Schülerband gespielt.
Das ist jetzt anders. Eitner hat die Jazzkantine gegründet, prägt damit nachhaltig die Kulturlandschaft der Stadt und eben auch mit der City Jazz Night. Besonders gelungen in diesem Jahr: die ungemeine Vielfalt, die das Festival-Team ausgesucht hat. Musiker aus Havanna, Amsterdam und New York waren am Start, aber auch lokale Größen wie der Chor „Groove Connection“ oder die „Red Onion Jazz Company.“
Die spielten sich durch die – aufgrund des mäßigen Wetters nur dünn besuchte – Fußgängerzone, ebenso wie „Tom Blacksmith and The Soulminers“. Die Jungs aus Berlin groovten den Kohlmarkt, eine temperamentvolle Frauengruppe nutze die Chance, und feierte ganz offensichtlich Junggesellinnenabschied mit Bandbegleitung. „Das ist Wahnsinn“ – die Musiker spielten auf Wunsch sogar den Wolle-Petry-Song. Zahlreiche Acts begannen erst spät in der Nacht, die fünfte City Jazz Night war bei zu Redaktionsschluss lange nicht vorbei.
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