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Circus Krone Chefin Gestorben. Sie hinterlässt ihrer Adoptivtochter ein Millionenvermögen

Jahrzehntelang leitete Christel Sembach-Krone den größten Zirkus Europas. Die Saison vor ihrem 80. Geburtstag war besonders erfolgreich. Mit ihrem Tod geht der Zirkus nun in die Hände der fünften Generation der Familie über.

Ihr Leben gehört dem Zirkus
Bereits im Alter von zehn Jahren hatte Christel Sembach-Krone ihr Manegendebüt gegeben; damals saß sie auf einem Pferd mit dem Namen "Lockvogel". "Es hat nicht einen Moment in meiner Kindheit gegeben, in dem ich daran gezweifelt hätte, Zirkus zu machen", sagte sie einmal in einem Interview. Direktorin, Tierlehrerin und Managerin - ihr Leben gehört dem Zirkus.

Von 1956 bis 2006 stand Sembach-Krone mit ihren dressierten Pferden in der Manege. Sie ließ ihre schneeweißen Araberhengste und pechschwarzen Friesen aus künstlichem Nebel heraustraben oder überraschte mit völlig neuen Dressurnummern: Sie ließ Pferde mit Elefanten oder mit einer Giraffe auftreten, vereinte unterschiedliche Tiere in einer Dressur.

Zwar sind Zirkusunternehmen immer wieder heftiger Kritik ausgesetzt, weil Tierschützer - und inzwischen auch zahlreiche Kommunen - nicht wollen, dass Wildtiere zur Belustigung des Publikums durch die Manege wandern müssen. An den Besucherzahlen merkt der Circus Krone das aber nicht. Konstant mehr als eineinhalb Millionen Menschen besuchen die Shows pro Jahr. Seit fast 100 Jahren hat der Zirkus ein festes Haus in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs.

"Ein Zirkus ohne Tiere ist kein Zirkus, sondern ein reisendes Theater oder Varieté", sagte Sembach-Krone vor einigen Jahren. "Guten Zirkus wird es geben, solange die Sterne am Himmel stehen."
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