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Bunt, laut und vor allem lecker

Bei „Braunschweig International“ gestern auf dem Kohlmarkt herrschte Hochbetrieb.

Von Andre Pause, 03.06.2012

Braunschweig. Ein buntes Sprachengewirr drang ins Ohr, und Gerüche der leckeren Speisen zogen in die Nase – gestern bei „Braunschweig International“, dem größten multikulturellen Fest in der Region auf dem Kohlmarkt.

Rund 40 internationale Kulturvereine, ausländische Gemeinden und institutionelle Migrationsdienste präsentierten sich im Herzen der Stadt und informierten. Nicht selten dienten kulinarische Spezialitäten als Anknüpfungspunkt für Gespräche. Auf der Showbühne führten unterdessen verschiedenste Gruppen Musik aus aller Welt und Tanzdarbietungen auf. Seit 1981 gibt es das Fest bereits. „Damals waren aber nur sieben Anwerberländer vertreten, mittlerweile sind es knapp 40 Nationen, die sich präsentieren. Und es gibt von Jahr zu Jahr mehr Interessenten“, sagte Roland Tiedemann von der Abteilung Literatur und Musik der Stadt. Von der zentralen Lage auf dem Kohlmarkt wolle man aber auch künftig nicht abrücken, so der Organisator. Die Ur-Braunschweiger haben die Veranstaltung augenscheinlich auch angenommen. Der Besucherstrom jedenfalls riss von der Eröffnung um 11 Uhr bis zum Schluss gegen 19 Uhr nicht ab. Dominic Razlaff beispielsweise kommt seit ungefähr fünf Jahren jedes Mal mit Freunden auf den Kohlmarkt: „Mir gefällt es gut. Meine Favoriten sind die kasachischen Genüsse am Stand des deutsch-slawischen Kulturvereins DNPR.“ Genauso gut hätte er die Falafeln der Arabischen Gesellschaft nennen können, die der Verkäufer kess als „beste Falafel am Markt“ anpries, und die wirklich gut schmeckte, oder die Crêpes der frankophonen Gruppe und, und, und. Da Liebe bekanntlich durch den Magen geht, und Liebe und Freundschaft verwandte Gefühle sind, ist der Weg, das Gespräch über lukullische Spezialitäten sicher nicht der verkehrteste. Zu kurz kam der interkulturelle Austausch jedenfalls nicht. „Man trifft sich, das Social Networking ist wichtig. Ich habe das Gefühl, dass auch immer mehr Menschen aus dem Umland in die Stadt kommen, um sich einmal außerhalb von Beratungsstellen zu begegnen – von Mensch zu Mensch“, erklärte Samira Ciyow vom Sozialreferat für Migrationsfragen der Stadt Braunschweig.
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