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Bürgerdialog zum Stadtbahnausbau: Konstruktiv und mit vielen guten Ideen

Rund 120 Besucher nahmen am Stadtbahn-Dialog für Rautheim in der Stadthalle teil. BestPixels.de

Nach dem ersten Bürgerworkshop in der Stadthalle geht es am Donnerstag in Volkmarode weiter.

Von Christoph Matthies, 06.12.2017

Braunschweig. Die Bürger bei öffentlichen Bauprojekten „mitzunehmen“, also intensiv in die Planungen einzubinden, gehört spätestens seit dem Stuttgart-21-Desaster zu den wichtigsten Vorsätzen lokalpolitischer Entscheidungsträger. Der erste Bürgerworkshop zum Stadtbahnausbau am Montagabend in der Stadthalle zeigte vorbildlich, wie ein solcher Dialog aussehen kann.
Gut 120 Braunschweiger, darunter ganz viele Anrainer der anvisierten neuen Trasse von der Helmstedter Straße über den Lindenberg bis nach Rautheim, fanden sich im Congress-Saal ein, um die Zukunft ihres Wohnumfeldes proaktiv mitzubestimmen.
„Wir wollen jetzt konkret gucken, wo die Gleise liegen können“, beschrieb Oberbürgermeister Ulrich Markurth in seiner Begrüßung den aktuellen Verfahrensstand.
Es werde aber sicher noch drei oder vier Jahre dauern, „bis der erste Bagger kommt“, skizzierte der Sozialdemokrat den Zeitplan.
Vorausgesetzt allerdings, das Projekt erweise sich als wirtschaftlich, erhalte Förderungen durch Bund und Land und der Rat der Stadt stimme am Ende zu.
Trotz dieser Fragezeichen gingen Stadtverwaltung und Braunschweiger Verkehrs-GmbH, die zu dem Bürgerdialog eingeladen hatten, ins Detail – denn ohne konkrete Trassenplanung ist nun einmal keine Bewertung möglich.
Sechs unterschiedliche Trassenvarianten präsentierte Klaus Benscheidt, Fachbereichsleiter für Tiefbau und Verkehr, für den geplanten Korridor nach Rautheim.
„Für unseren Bezirk ist der Stadtbahnausbau eine große Chance“, hatte Bezirksbürgermeister Jürgen Meeske zuvor betont.
Fünf weitere Korridore, darunter der nach Volkmarode-Nord, über den am Donnerstag (ab 18 Uhr) in der IGS Volkmarode informiert wird, stehen für das „Zielnetz 2030“ zur Diskussion.
An zehn Dialogstationen wurde über die Rautheim-Trasse eifrig informiert und diskutiert. „Kritik ist erwünscht, aber bleiben Sie sachlich“, hatte Karolin Thieleking vom prozessbegleitenden Dienstleister Koris die teilnehmenden Bürger gebeten.
Und die beherzigten diese Bitte und formulierten mit viel Orts- und Sachkenntnis Fragen, kritische Anmerkungen und sogar eigene, kluge Vorschläge zu Trassenführung und Gleislage.
„Wir wissen zwar vieles über die Stadt, aber eben nicht alles“, hatte Fachbereichsleiter Benscheidt die Bürger um ihr Know-How gebeten. Und war im Anschluss an den ersten Workshop hochzufrieden:
„Das war konstruktiv, das war sachlich, das hilft uns ungemein!“
Weiterführende Informationen zum Prozess und allen geplanten Korridoren erhalten Sie auf www.stadt-bahn-plus.de.
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