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Braunschweig aus der Luft

Eine Vortragsreihe erklärt die Entwicklung der Stadt nach 1948 anhand gezeichneter Karten.

Von Marc Wichert, 27.04.2011

Braunschweig. Abrisse, Neubauten, Wiederaufbauten – Braunschweig verändert permanent sein Gesicht. Keine Stadtkarte besitzt dauerhaft Gültigkeit. Eine Vortragsreihe im Städtischen Museum zeigt nun den Wandel der Stadt seit Kriegsende.

„Die Entwicklung Braunschweigs von 1948 bis heute – Vom Himmel gesehen, von Bollmann gezeichnet“ heißt die Veranstaltungsreihe. Ab Freitag (29. April) wird in Vorträgen anhand von Stadtkarten und Bildern der Auf- und Umbau Braunschweigs nach 1948 erläutert.
Möglich machen das die gezeichneten Karten von Heinrich Bollmann. Zum ersten Mal hat Bollmann im Jahre 1948 damit begonnen, die Stadt von oben zu zeichnen, aus der „Hubschrauberperspektive“, wie er das nannte. „Von da an hat Bollmann alle fünf Jahre die Stadt gezeichnet und so die Entwicklung dokumentiert“, sagt Professor Dr.-Ing. Hans-Jürgen Collins, der mit anderen Ehrenamtlichen des Städtischen Museums die Vortragsreihe initiiert hat. Die neue Braunschweiger Geschichte sei bislang etwas vernachlässigt worden. Die Karten Bollmanns seien daher wie geschaffen dafür, in Abständen weniger Jahre die baulichen Veränderungen abzuschreiten. Auf der Trümmerkarte sieht man zum Beispiel noch die unmittelbaren Folgen des Krieges. Der Bereich um das Schloss, den Bohlweg und Hagenmarkt ist laut Karte eine einzige Trümmerlandschaft. Sechs Jahre später sind die Trümmerplätze bereits geräumt, um dann 1958 dem Wirtschaftsaufschwung Platz zu machen, erkennbar an häufiger werdenden Firmennamen und der regen Bautätigkeit in der Innenstadt.
„Bei den Vorträgen werden wir jeweils für einen Bereich die Veränderungen anhand der Karten aufzeigen“, sagt Collins. Bei den älteren Zuhörern würden mit Sicherheit längst vergessene Erinnerungen wach.
Im ersten Vortrag am Freitag (29. April) erläutert Professor Hans-Jürgen Collins die Entwicklung des Gebietes im Umkreis des Hagenmarktes und der Katharinenkirche. Beginn ist um 15 Uhr im Vortragssaal des Altstadtrathauses. Der Eintritt ist frei.
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