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Blick zurück auf eine Institution

Jubiläumsbuch erzählt die Geschichte von 50 Jahren Ferienfreizeiten in Lenste an der Ostsee.

Von Andre Pause, 17.07.2013

Das Zeltlager in Lenste bildete für viele Braunschweiger einen Höhepunkt in ihrer Jugendzeit. Zahlreiche Erinnerungen und Geschichten verbinden sie mit Aufenthalten am Ostseestrand.

Mit dem jetzt herausgegebenen Buch „50 Jahre Jugendzeltlager Lenste“ wurde die wechselvolle Geschichte des Refugiums auf 80 Seiten zusammengefasst. Entstanden ist eine üppig bebilderte Dokumentation, bei sich so mancher Leser wiedererkennen wird.
Das Jugendzeltlager Lenste, zu dieser Zeit eine Kuhwiese, etwa einen Kilometer vom naturbelassenen, für Kinder gut zugänglichen Ostseestrand entfernt, wurde zur Alternative für Braunschweiger Kinder aufgebaut.
Vieles hat sich in den 50 Jahren des Bestehens verändert, wurde zeitgemäß angepasst: feste Bauten, ein Versammlungsraum, der Sanitärbereich oder die Küche entstanden, und die Zehn-Personen-Zelte erhielten feste Fundamente sowie eine wasserdichte doppelte Zeltlage.
„Es ist faszinierend und im Buch gut wiedergegeben: Das Äußere, die Mode beispielsweise, ändert sich, die gemeinsamen Erlebnisse als Essenz bleiben dagegen unverändert“, skizziert Jugendreferentin Monika Schlegl.
Auffällig, so Markurth, sei zudem, dass es zu Lenste ganze Familiengeschichten gebe. Nicht wenige Eltern hätten als Betreuer den eigenen Nachwuchs mit an die See genommen, dieser wiederum fand gefallen und bildete die nächste oder übernächste Betreuergeneration. Der Sozialdezernent weiß, wovon er spricht, ist, nachdem die Mutter und der Bruder 1976 vor Ort waren, ein Jahr später auch gefahren, wurde schon bald selbst Betreuer und hat später sogar seine Frau im Zeltlager kennengelernt. „Viele Wege führten und führen nach Lenste: Ob Klassenfahrten, Trainingslager oder Wochenendfahrten mit dem Sportverein, Freizeiten unserer Jugendförderung oder der Sportjugend. Es ist immer eine gemischte Veranstaltung, ein bunter Querschnitt.“
Ein solcher ist nun auch das von Tonia Wiatrowski gestaltete Buch, dessen Redaktionsleitung Historiker Christian Sielaff innehatte. Der 80-seitige Band verschafft einen Überblick über die fünf Jahrzehnte lange, vor allem in der ersten Zeit wechselvolle, Geschichte. Er versammelt reichhaltig bebildert persönliche Erinnerungen und Anekdoten, lässt aber auch die Veränderungen in der pädagogischen Ausrichtung nicht unberücksichtigt. Das Buch sei gewissermaßen ein Spiegelbild der pädagogischen Weiterentwicklung der Stadt, so Christian Sielaff, der sich erstaunt zeigte über die Menge der Zusendungen von Zeitzeugen. „Die Reaktionen zeigen, dass Lenste etwas ist, das sie stark berührt.“
„Mit dem Buch möchten wir die interessante und bunte Lenste-Geschichte nachvollziehen und nicht nur die Mütter und Väter dieser Idee ehren, sondern all die Ehrenamtlichen würdigen, die das Ferienlager über die Jahre erst möglich gemacht haben“, betont Markurth abschließend. Erhältlich ist das Buch „50 Jahre Jugendzeltlager Lenste“ ab sofort kostenlos in der Abteilung Jugendförderung im Eiermarkt 4-5.
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