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Blick auf „den Wald dahinter“

Projekt „Zukunft bilden“: Braunschweiger Zeitung und Unternehmen stellten Ergebnisse vor.

Von Birgit Leute, 29.06.2011

Braunschweig. Die Zeitung auf dem Frühstückstisch – rund 400 Auszubildende machten beim Projekt „Zukunft bilden“ vom Braunschweiger Zeitungsverlag, der Agentur für Arbeit und regionalen Unternehmen ganz neue Erfahrungen.

Ein ganzes Jahr lang erhielten die Jugendlichen aus Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter die Tageszeitung kostenlos nach Hause geliefert. Das Wissen, das sie daraus zogen, wurde regelmäßig in Tests abgefragt. Darüber hinaus durften sie hinter die Kulissen der Redaktionen schauen und selber Interviews, Artikel und Kommentare verfassen. Die Ergebnisse der neuen Initiative wurden am Dienstag im Kongresssaal der Industrie- und Handelskammer vorgestellt.
„Es gibt viele Zeitungsprojekte, die die Lese- und Medienkompetenz von Kindergartenkindern und Schülern stärken. Die Auszubildenden wurden leider bisher vergessen“, sagte Dr. Bettina Rothärmel, Leitung Strategisches Marketing des Braunschweiger Zeitungsverlages zum Hintergrund.
Die Ergebnisse einer Studie belegen hierbei: Wer regelmäßig Zeitung liest und über die Themen diskutiert, profitiert davon – persönlich und beruflich. „Insgesamt dreimal mussten die Teilnehmer einen Fragebogen ausfüllen“, erläuterte Professor Thomas Knieper, ehemaliger Kommunikationswissenschaftler der TU, der das Projekt wissenschaftlich begleitete.
Während dieser Zeit verbesserte sich nicht nur die Fähigkeit, Texte zu lesen, ihren Sinn zu erfassen und sich darüber auszutauschen. Auch das Verständnis für politische, mathematische und wissenschaftliche Zusammenhänge stieg. „Das Internet zeigt eine Menge Bäume, die Zeitung den Wald dahinter“, brachte es Knieper auf den Punkt.
Für Mario Berger, Auszubildender bei E.ON in Helmstedt, bleibt ein Tag unvergesslich: Seine Begegnung mit David McAllister. „Der ist ein ganz normaler Mensch und hat sogar ganz private Fragen beantwortet“, erzählte er von seinem Interviewtermin mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten.
Nach dem Willen aller Beteiligter soll das Projekt fortgesetzt werden.
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