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Birnen, Bohnen und kein Speck - Jüdische Kochbücher im Archiv des Leo Baeck Institutes, New York

Wann? 14.04.2016 19:00 Uhr

Wo? Landesmuseum, Burgpl., 38100 Braunschweig DE
(Foto: Foto: F. Mecklenburg, Archive Leo Baeck Institute New York)
Braunschweig: Landesmuseum | Vortrag von Dr. Frank Mecklenburg, Leo Baeck Institute New York.

Gedruckte Kochbücher sind im Allgemeinen seit langem bekannt, doch explizit jüdische Kochbücher finden sich erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts als im Zuge der Verbürgerlichung und Emanzipation der deutschen Juden bzw. der Verstädterung viele lokale Traditionen beginnen verloren zu gehen. Heirat zwischen Juden und Christen sowie die Auflösung traditioneller religiöser Bindungen erzeugten Mischformen von Rezepten, wenn etwa nichtjüdische Speisen an jüdische Vorschriften angepasst werden – z.B. das nichtkoschere Gericht „Birnen Bohnen und Speck“ in den östlichen Provinzen Preußens. Die Emigration der 1930er Jahre hat viele Dokumente jüdischen Lebens in die Diaspora verlagert und somit oft erhalten. Auch viele Kochbücher und Rezepte haben für lange Jahrzehnte in Schränken und Schubladen in New York und anderswo gelegen und kommen jetzt, mit der Auflösung der Haushalte der Emigranten durch die Enkel, ans Licht.

Dr. Frank Mecklenburg, der in Berlin studiert und promoviert hat, ist seit zwanzig Jahren wissenschaftlicher Direktor des Leo Baeck Institutes New York und Leiter des umfangreichen Archivs zu deutsch-jüdischer Kultur und Geschichte.

Veranstaltet vom Verein Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte in Kooperation mit der Bet Tfila – Forschungsstelle und dem Braunschweigischen Landesmuseum.

Vortrag im Rahmen der ersten Arbeitstagung des Netzwerks jüdische Sachkultur (13.-15. April 2016, veranstaltet von der Bet Tfila Forschungsstelle, TU Braunschweig, und dem Europäischen Zentrum für jüdische Musik, HMTM Hannover)
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