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„Bei uns kribbelt es langsam“

Sehen der Eröffnung gespannt entgegen (v.l.): Prof. Thomas Döring (Leiter Kupferstichkabinett), Silke Gartenbröcker (Leiterin Gemäldesammlung), Dr. Martina Minning (Leiterin Angewandte Kunst), Peter Herrmann und Renate Müller-Steinweg (Staatliches Baumanagement) und Prof. Jochen Luckardt (Direktor Herzog Anton Ulrich Museum). Fotos: T.A.

Das Herzog Anton Ulrich Museum lädt zur Baustellenbesichtigung am 4. und 5. Juli.

Von Birgit Leute, 24.06.2015.

Braunschweig. Jochen Luckhardt, Direktor des Herzog Anton Ulrich Museums, ist die wachsende Spannung anzumerken. Seit zwei Jahren wird „sein Haus“ grundsaniert, Wände werden durchbrochen, Büros verrückt, Lichthöfe freigelegt.

Im September sollen die Arbeiten fertig sein, ein Jahr später ist die Eröffnung geplant. „Es kribbelt langsam“, sagt Luckhardt. Besucher können sich beim Tag der offenen Tür am 4. und 5. Juli einen Eindruck von den Fortschritten machen. „Es ist eine einmalige Gelegenheit, das Museum ohne Inventar, also die reine Architektur zu erleben“, macht Luckhardt neugierig.

Und die hat sich mächtig gewandelt. Offener und durchlässiger ist das rund 120 Jahre alte Landesmuseum geworden – so wie es bei seiner Erbauung einmal gewesen ist. Zugunsten der Ausstellungsfläche mussten eine ganze Reihe von Büros und Restaurationswerkstätten in den neuen Anbau weichen. Lichtschächte schaffen eine helle Atmosphäre. „Die Besucher sollen sich hier gerne länger aufhalten“, sagt Silke Gartenbröcker, Leiterin der Gemäldegalerie. Dort wo die „Big Names“ der Kunst – Rembrandt, Rubens, Cranach – einmal hängen werden, bespannen Raumausstatter derzeit die Wände mit grünem Stoff. Deutlich mutiger ist die Farbgestaltung im zweiten Obergeschoss. Die 13 Räume der Abteilung für angewandte Kunst sind in sattem Blau, Gelb und Rot gehalten; jede Farbe steht für einen besonderen Schwerpunkt. „Purpur greift das Thema Herrscher auf, Blau das Thema Glaube und Bildung“, erläutert Martina Minning, Leiterin der Abteilung. Insgesamt werden rund 4000 Kunstwerke auf
4000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zu sehen sein. Das Land investierte 32 Millionen Euro für die Sanierung.

Service

Beim Tag der offenen Tür am 4. und 5. Juli hat jeder die Möglichkeit, das Herzog Anton Ulrich Museum einmal von innen zu sehen und sich selbst ein Bild von den baulichen Fortschritten zu machen. Geöffnet ist das Museum dann von 12 bis 18 Uhr (Samstag) und von 11 bis 18 Uhr (Sonntag). Für Fragen stehen sowohl Mitarbeiter des staatlichen Baumanagements als auch Mitarbeiter des Museums zur Verfügung. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei.
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