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Ballett tanzt gegen Rassismus

Tanztheater-Ensemble des Staatstheaters grüßt Braunschweig aus Südafrika

Von Ingeborg Obi-Preuß

Braunschweig/Bloemfontein (Südafrika). Grüße aus Südafrika schickt das Braunschweiger Tanztheater-Ensemble an die nB.

Mit dem Tanzstück „Jagdszenen“ von Tanzdirektorin Eva-Maria Lerchenberg-Thöny ist das Ensemble zum Volksblad Kunstefees Festival nach Bloemfontein in Südafrika eingeladen. „Unser Stück ‘Jagdszenen’, das den Mord an einem jungen Algerier durch Neonazis in Gruben thematisiert, war für die Veranstalter so spannend, dass sie uns auf die andere Seite der Erdkugel einluden, um es dem heimischen Publikum zu präsentieren“, freut sich die Ballettchefin über die Auszeichnung.
Unterstützt wurde die Reise der insgesamt 22 Tänzerinnen und Tänzer vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Niedersachsen
„Das jährlich stattfindende Festival hat sich zum Ziel gesetzt, sich mit den Mitteln des Theaters und des Tanzes gegen rassistische Gewalt einzusetzen“, erklärt Lerchenberg-Thöny, „ein nach wie vor brisantes Thema in Südafrika.“
Und so machte sich das Ensemble samt Crew am vergangenen Donnerstag auf die am Ende 24-stündige Reise. „Kinshasa, Nairobi und schließlich der Zielflughafen Johannesburg sind die aufregend klingenden Namen, die man von der Bordkarte des Flugzeugs ablesen kann“, erzählt die Tanzdirektorin von der aufregenden Gruppenreise.
„Nach der Ankunft in Bloemfontein fuhren wir noch einmal mehrere Stunden im Bus durch das flache, schöne, südafrikanische Land. Gleich am nächsten Tag standen zwei Vorstellungen für die Ballettcrew auf dem Programm. „Und trotz guter Vorbereitung dauert es bis zur sprichwörtlich letzten Minute, um auch die technischen Bedingungen herzurichten“, erzählt Lerchenberg-Thöny.
Erschwerend kommt noch hinzu, dass in Südafrika gerade tiefer Winter ist, „die Tänzer frieren in dem ungeheizten Gebäude“, berichtet die Ballettchefin, „doch all das war vergessen, als die Vorstellungen gut anliefen, Publikum und Presse sind begeistert.“
Es bleiben noch einige Tage, um sich bei Workshops und Publikumsgesprächen mit den Zuschauern auszutauschen – und dann noch ein Tag, um sich bei einer Safari in diesem so spannenden Land umzuschauen, bis es Ende der Woche wieder in das zur Zeit viel wärmere Braunschweig zurückgeht.
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