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Bach im Dom: Perücke inklusive

Domkantor Gerd-Peter Münden erklärte in der Rolle des Komponisten Kindern das Oratorium.

Von Birgit Leute, 11.12.2011.

Braunschweig. Perücke inklusive: Johann Sebastian Bach gab sich gestern persönlich die Ehre und erklärte Kindern im Dom sein Weihnachtsoratorium.

Für seine 327 Jahre sah der berühmte Komponist erstaunlich jung aus und wer genauer unter die schneeweiße Lockenpracht schielte, erkannte Domkantor Gerd-Peter Münden.
Als Bach konnte er natürlich besser als jeder andere erklären, was es mit dem Weihnachtsoratorium auf sich hat – ein Werk, das den jungen Zuhörern in gekürzter, aber deshalb nicht weniger eindrucksvoller Form präsentiert wurde: Schon nach den ersten Takten und dem jubelnden „Jauchzet, frohlocket“ des Chors herrschte eine andächtige Stille im Dom.
Und wie hat der Bach das nun gemacht mit dem Oratorium? „Er lässt die Weihnachtsgeschichte nicht sprechen, sondern singen“, klärte Münden auf und gab noch kurz eine Lehrstunde in Sachen Instrumente, Stimmlagen und den kniffligen Unterschied zwischen Arien und Rezitativ.
Die Kantaten I bis III des Weihnachtsoratoriums werden noch einmal am heutigen Sonntag (11. Dezember) um 15 Uhr im Dom zu hören sein, die Kantaten IV bis VI um 18 Uhr – dann aber ungekürzt und für Erwachsene.
Bis zum 18. Dezember findet im Dom auch die Weihnachtskulturwoche mit traditionellen Chor- und Instrumentalkonzerten statt. „Singt Weihnachten!“ heißt es am Mittwoch und Donnerstag (14. und 15. Dezember) ab 17.30 Uhr Die von Dom und Braunschweiger Zeitung initiierte Aktion möchte Groß und Klein einladen, gemeinsam die festlichen und klassischen Weihnachtslieder anlässlich eines Liederfestes zu singen.
Von Freitag bis Sonntag wird den Besuchern festliche Musik mit Orgel und Trompete mit Musikern des Staatsorchesters und Domes geboten. Die festliche Weihnachtskulturwoche endet schließlich mit den beiden Quempas-Singen mit den Kindern der Domsingschule und 1000 Kerzen.
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