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Ausgangspunkt einer Annäherung

Belgische und deutsche Drehbuchschreiber suchen die gemeinsame Geschichte (v.l.): Antoine Laubin, Coraline Clément, Jérôme Nayer, Caroline Berliner, Andreas Bißmeier, Rika Weniger und Oliver Simon. Es fehlt Renaud Van Camp. Foto: Volker Beinhorn
Braunschweig: LOT-Theater |

Der belgische Fast-Forward-Preisträger Antoine Laubin inszeniert im LOT-Theater „Szenarien“.

Von André Pause, 16.05.2015.

Braunschweig. Ein aufwendiges vorlaufintensives Recherchestück wie „Dehors“ habe nicht ins Zeitsystem des Staatstheaters gepasst, meint Antoine Laubin, der letztjährige Preisträger des „Fast Forward“-Festivals für junge Regie. Eine Kollektivarbeit seiner Theatergruppe De Facto sollte es aber auch jetzt – jeder Festivalgewinner erhält die Gelegenheit am Staatstheater Braunschweig zu inszenieren – wieder werden. „Es wäre unfair gewesen, wenn nur ich den Preis empfange“, meint der belgische Regisseur .

Die Uraufführung von „Szenarien“ ist nun eine Stück-im-Stück-Produktion, bei der sich drei belgische und drei deutsche Drehbuchautoren mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs befassen. Für Laubin bietet die Vorlage seines Autorenfreundes Jean-Marie Piemme einerseits einen guten Startpunkt für die Annäherung von Kriegsgewinnern und -verlierern, er empfinde aber vor allem die im Raum stehende Frage „Wofür brauchen wir Fiktion?“ als ursächlich für die Arbeit des Schauspielers.
Das belgisch-deutsche Ensemble, vom Staatstheater sind Andreas Bißmeier, Rika Weniger und Oliver Simon dabei, ist nun gefragt, durch die Auseinandersetzung mit Ideologie und Wirklichkeit einen gemeinsamen Weg zu finden.
Die Premiere des Stückes auf Französisch, Englisch und Deutsch mit deutschen Übertiteln ist am heutigen Samstag, weitere Vorstellungen laufen am 17., 19., 20., 21. und 22. Mai, jeweils um 20 Uhr im LOT-Theater.
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